Mit Karacho gegen die Zeit: So war das Race@Airport auf dem Flugplatz Schwarze Heide

Beschleunigungsrennen

Normalerweise fliegen hier Sportflugzeuge, doch beim Race@Airport blieben die Fahrzeuge am Sonntag auf dem Boden. Denn das Race@Airport lud PS-Boliden zum Zeitrennen in die Schwarze Heide.

Kirchhellen

, 05.08.2019 / Lesedauer: 3 min
Mit Karacho gegen die Zeit: So war das Race@Airport auf dem Flugplatz Schwarze Heide

Nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen die Uhr mussten PS-Freunde auf der Schwarzen Heide am Sonntag antreten. © Ralf Pieper

Am Sonntag war es wieder soweit: Die Viertelmeile rief und tausende Besucher erhörten ihren Ruf. Beim Beschleunigungsrennen auf dem Flugplatz Schwarze Heide konnte jeder, der ein fahrtaugliches Fahrzeug – Auto oder Motorrad – hat, gegen die Uhr fahren oder sich mit einem anderen Gegner messen.

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So wurde der Flugplatz zur Rennstrecke

Das PS-Virus grassierte am Sonntag bei der Veranstaltung "Race@Airport" auf dem Flugplatz Schwarze Heide.
05.08.2019
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Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper
Das PS-Virus grassierte auf der Schwarzen Heide.© Ralf Pieper


Race@Airport in Kirchhellen

Race@Airport ist einer der Höhepunkte der bundesweiten Rennserie über die Viertelmeile. Neben vielen Lokalmatadoren waren Fahrer und Fahrerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland dabei. In verschiedenen Hubraumklassen für Autos und Motorräder kämpften die Starter mit allen psychischen und physischen Tricks um Zehntelsekunden. Nicht nur professionell getunte Autos gingen an den Start – wer seine Familienkutsche aus dem Autohaus mal am Limit bewegen wollte, hatte hier die Gelegenheit.

Natürlich blieb eine solche Familienkutsche chancenlos gegen die PS-Monster. Gesamt-Schnellster am Sonntag war Marco Rentgens mit seinem Chevrolet Camaro 8.1. Er bretterte die Viertelmeile in 8,949 Sekunden hinunter. Die schnellsten Fahrzeuge gingen mit über 250 Stundenkilometern durchs Ziel.

Rennen polarisieren

Trotzdem meinte Zuschauer Claus Löger aus Gelsenkirchen: „Eine schöne Veranstaltung, aber für mich mehr etwas für Kinder. Hier zuzuschauen ist mein Warm-Up für Profi-Veranstaltungen wie die NitrOlympX in Hockenheim, wo ich nächste Woche bin. Drag-Racing oder Beschleunigungsrennen sind hier in Deutschland zwar auf dem aufsteigenden Ast, aber dennoch polarisierend. Entweder du findest das alles Scheiße oder du hängst am Haken. Dazwischen gibt es nichts. Ich hänge am Haken.“

Aber doch, es gibt etwas dazwischen: Christian Kasper aus Berlin. Er sagt: „Eigentlich habe ich kein Interesse an solchen Veranstaltungen. Autorennen ja, aber dann bitte auf einer schönen Rennstrecke, keine Beschleunigungsrennen. Aber jetzt, wo ich von Freunden mit hierher genommen wurde, stelle ich fest, dass hier eine tolle Stimmung herrscht. Die Leute sind gut drauf, fast so wie eine große Familie.“

Eine bunte Mischung unterm „Weihnachtsbaum“

Am „Weihnachtsbaum“, wie die Startampel von den PS-Jüngern genannt wird, trafen am Sonntag, wie in jedem Jahr, kuriose Kombinationen aufeinander – VW-Käfer gegen Porsche Carrera, Seat Leon gegen Audi RS. Und die Zuschauer konnten sich nie sicher sein, wer am Ende die Nase vorn hat. Zu wichtig die Reaktionszeit beim Start. Hier scheiterten vermeintliche Favoriten. Außerdem wusste man nicht, was die Tuner so alles unter der Haube versteckten. Vielleicht ein bisschen Lachgasunterstützung?

Auch wenn die Damen hinter dem Steuer auf der Schwarzen Heide eindeutig in der Unterzahl waren, ist es doch eine Frau, die im internationalen Profigeschäft den Rekord über die Viertelmeile hält: Leah Prichett absolvierte in Amerika mit ihrem Top Fuel-Dragster die Distanz in 3,658 Sekunden.

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