Prüfung für Bauern-Azubis

KIRCHHELLEN Angetreten zur Prüfung, hieß es am Dienstag für fünf Lehrlinge aus dem Kreis Borken und Recklinghausen auf dem Hof Askemper. Mit dem Ziel, landwirtschaftlicher Gehilfe zu werden.

von Von Yvonne Dziabel

, 08.07.2008, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Johannes Möllmann muss für seine Prüfung die Ferkel auf dem Hof Askemper kastrieren.

Johannes Möllmann muss für seine Prüfung die Ferkel auf dem Hof Askemper kastrieren.

Kai Vormann war einer von ihnen. Den Berufswunsch hegt er schon lange, weil er früher immer bei seinem Nachbarn mithalf. "Außerdem werden heute überall Landwirte gesucht", erklärte Vormann. Während seiner Ausbildung wohnte er auf drei verschiedenen Betrieben in Haydn und Gescha. "Es ist üblich, dass die Lehrlinge auf dem Hof des Ausbilders wohnen", berichtete Rudolph Askemper.

Feldspritze unter Druck

Die erste Etappe auf dem Prüfungsweg von Kai Vormann war die Einstellung des Pflugs sowie die Erklärung, welche Sicherheitsmaßnahmen man ergreifen muss. Danach wurde die Feldspritze, die man zum Schutz der Pflanzen benutzt, genauer unter die Lupe genommen. Mit dieser Spritze werden unerwünschte Kulturen auf dem Feld vernichtet, doch nur zu wissen, wie man den Trecker mit der Spritze fährt, reicht nicht. Die Prüflinge mussten genau sagen können, wie hoch der Druck sein muss, wenn man 200 Liter ausbringen will und wie schnell man fahren darf.

Ferkel kastrieren

Während Kai Vormann noch auf dem Feld schwitzte, hatte Johannes Möllmann "tierische" Probleme. Er sollte Ferkel kastrieren. "Ich brauche für zwei Ferkel nicht mal 30 Sekunden", erklärte Rudolph Askemper.

Danach sollte Möllmann eine Saukarte erklären, auf der die Würfe der Zuchtsau beschrieben sind und anschließend einen passenden Eber aus dem Katalog aussuchen. "Das kann je nach Betrieb variieren", erläuterte Prüfer Josef Klein-Heßling.

Deshalb sind dort verschiedene Angaben, wie die Tageszunahme, Magerfleischanteile, Fleischfettverhältnis, Alter und Futterverwertung beschrieben, die für die Zucht maßgeblich sind und bei jedem Bauern unterschiedliche Wertigkeit haben.

Außerdem gibt es in dem Katalog einen Sprungplan, an dem ersichtlich ist, wann der Samen der Eber abgezapft wird und somit befruchtet werden kann. Im Anschluss daran musste Johannes Möllmann Futtermengen berechnen.

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