Pfingstgottesdienste unter freiem Himmel - „wir sind sehr pingelig“

In Kirchhellen

Pfingstgottesdienste unter freiem Himmel wurden am Sonntag auch in Kirchhellen gefeiert. Die Organisation ist aufwendig, aber die Besucher danken es den Gemeinden - zwei Beispiele:

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 01.06.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gottesdienst im Pfarrgarten von St. Johannes – eine besondere Atmosphäre.

Fahnen und festlicher Schmuck begrüßten die Gottesdienstbesucher zum Pfingstwochenende auf dem Klosterinnenhof. Zukünftig soll hier eine Zeltüberdachung Schutz vor Wind und starker Sonneneinstrahlung bieten. © Maria Dehling

Das Pfingstwetter konnte für die Wochenend-Gottesdienste unter freiem Himmel nicht besser sein. Eine leichte Brise wehte, herrlicher Sonnenschein und Vogelgezwitscher ließ die Corona-Atmosphäre mit Mund- und Nasenschutz und den Abstandsregeln fast vergessen.

Die Organisatoren der Pfarrei St. Johannes sowie vom Jugendkloster hatten ihr Bestes getan. Stühle geschleppt, Absperrbänder gezogen, Altare aufgebaut, Fahnen und Blumenschmuck hergerichtet und für eine gute Akustik gesorgt.

„Ein Gefühl wie bei einer Maiandacht“

„Der ein oder andere ist heute sogar das erste Mal hier zu sehen. Das freut mich natürlich ganz besonders,“ sagte Pastor Periya vor 22 Besuchern im Pfarreigarten von St. Johannes. „Ich hatte das Gefühl von einer Maiandacht“, so Georg Janinhoff, der das erste Mal im Pfarreigarten dabei war. „Eine gute Akustik ist für mich besonders wichtig und die ist hier bestens. Für mich passt einfach alles.“

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Holger Heitmann füllte am Eingang die Anwesenheitsliste aus und war mit Renate Schönsee auch Ansprechpartner für Erstbesucher. „Wir sind hier schon sehr pingelig. Im Vorfeld haben wir in einem Kernteam aus Pfarreirat und Pfarrgemeinderat die Rahmenbedingungen formuliert. Kirchenpolitisch sind die Vorgaben nur sehr vage“, betonte Heitmann. „Die Verantwortung liegt vor Ort. Für die einzelnen Einsätze in den Gottesdiensten wird schnell und unkompliziert telefoniert oder gemailt. Das funktioniert eigentlich immer, das ist halt so auf dem Lande.“

Laufwege gezeichnet, Fahnen wehten im Wind

Im Innenhof des Jugendklosters waren am Sonntagmorgen die Laufwege aufgezeichnet, Stuhlreihen mit Flatterbändern verbunden und Fahnen wehten zum Pfingstgottesdienst. Mit Keyboardmusik wurden die rund 70 Personen begrüßt. Sechs Personen halfen bei Anmeldung und Platzwahl.

Zur Begrüßung gab es von Pater Daniel gleich einen ganz besonderen Blick in die Zukunft: „Wir möchten so schnell wie möglich mehr Gottesdienste im Innenhof anbieten können. Die Atmosphäre hier draußen ist schön, die sommerlichen Temperaturen kommen hinzu und die besondere Zeit spricht erst recht dafür. Eine Zeltüberdachung soll dabei die Bedingungen optimieren. Die derzeitigen Pavillons, die auch leicht windanfällig sind, entfallen und die gesamte Hoffläche wäre überdacht.“

Dafür soll schon die Kollekte am kommenden Wochenende genutzt werden. „Gern nehmen wir natürlich auch außerhalb der Kollekte Spenden entgegen. Es wäre einfach schön, wenn wir möglichst schnell an die Umsetzung gehen könnten“.

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