Pastor Klaus Klein-Schmeink verlässt sein „kleines, gallisches Dorf“

dzGemeinde St. Johannes

Die Gemeinde St. Johannes Kichhellen muss ihr nächstes Mitglied verabschieden: Pastor Klaus Klein-Schmeink verlässt die Gemeinde in Richtung Kevelaer.

Kirchhellen

, 26.08.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kirchhellener Sommer der Abschiede geht weiter: Nach Schwester Maria Monika Treppmann in Grafenwald und dem Leiter des Vestischen Gymnasiums, Matthias Plaputta, verlässt auch Pastor Klaus Klein-Schmeink Anfang September das Dorf.

14 Jahre lang war der gebürtige Bocholter mit dem bereits Anfang des Jahres gegangenen Pastor Manfred Stücker für die katholische Gemeinde St. Johannes zuständig. Eine Zeit, die durchaus turbulent begann, wie sich Pastor Klein-Schmeink erinnert: „Als wir ins Dorf kamen, stand gerade die Fusion der drei Gemeinden in Kirchhellen, Feldhausen und Grafenwald an. Das war natürlich eine Zeit großer Verunsicherung innerhalb der Gemeinden und dann kommen noch zwei neue Pastoren.“

Klein-Schmeink schätzt das Engagement seiner Gemeinde

Umso dankbarer sei Klein-Schmeink daher, wie gut er damals als jüngster Pfarrer des Bistums in Kirchhellen aufgenommen worden sei. „Die Leute der Gemeinde sind schon etwas ganz Besonderes. So viel Engagement für die Kirche, wie ihn die Kirchhellener zeigen, ist beispielhaft. Man denke nur einmal an die Errichtung des Kreuzwegs, der komplett durch Spenden finanziert wurde“, sagt er.

Auch das Engagement der Landjugend habe ihn zutiefst beeindruckt: „Die Landjugend war immer bereit, mitanzupacken und sich für die Gemeinde zu engagieren“ , sagt der 49-Jährige.

Kirche immer noch Teil des Dorflebens

Doch auch andere Dinge machen in seinen Augen die Gemeinde zu etwas ganz Besonderem: „Dass die Werbegemeinschaft für die Ausrichtung des Dorffestes an mich herantrat, weil sie die Kirche gerne miteinbeziehen wollte, ist für mich ein großartiger Beweis, inwieweit die Kirche auch im Dorfalltag hier noch eine Rolle spielt. Wo sonst wird die Kirche noch an der Planung von Volksfesten beteiligt?“, erzählt Pastor Klein-Schmeink mit Hinweis auf die Licht- und Leben-Aktion, die während des Dorffestes stattfindet.

Die größte Freude hätten ihm jedoch seine seelsorgerischen Tätigkeiten gemacht. „Es war schön, den Kirchhellenern beistehen zu können, ihnen Trost und Kraft zu geben“, sagt Klaus Klein-Schmeink. Umso trauriger mache ihn nun der Abschied vom Dorf, vor allem da dieser nicht selbst gewählt war. „Ich wäre gerne noch drei, vier Jahre hiergeblieben. Der Bischof hat jedoch anders entschieden“, erklärt Klein-Schmeink seinen Weggang. Für ihn geht es jetzt in die St.-Antonius-Gemeinde in Kevelaer.

Kein Abschied für immer

Doch der Abschied wird nicht für immer sein, verspricht Klein-Schmeink. Zum Schützen- und Brezelfest wird er seiner alten Gemeinde einen Besuch abstatten, verspricht er. „Außerdem ist Kevelaer nicht ganz aus der Welt. Da geht ja auch die ein oder andere Fahrt hin“, meint der Pastor. So haben sich bereits einige Gemeindemitglieder auf einen Besuch in Pastor Klein-Schmeinks neuer Heimat angekündigt.

Seiner Gemeinde möchte Klaus Klein-Schmeink zum Abschluss eine Bitte mitgeben: „Versucht in dieser Zeit des Umbruchs weiterhin alles zu tun, um das Innere des Dorfes zusammenzuhalten. Ich werde mein kleines, gallisches Dorf zwischen Bottrop und Dorsten vermissen.“

Seine Nachfolge werden der ehemalige Militärseelsorger Ulrich Witte aus Münster und die frisch ausgebildete Pastoralreferentin Caroline Johnen antreten.

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