Neues Gewerbegebiet an der Brandenheide soll Arbeitsplätze schaffen

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In wenigen Wochen beginnen die Erschließungsarbeiten für das neue Gewerbegebiet an der Brandenheide in Grafenwald. Wer sich dort ansiedeln möchte, muss einige Kriterien erfüllen.

Grafenwald

, 22.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gewerbeflächen sind in und um Kirchhellen heiß umkämpft. Viele Möglichkeiten gibt es nicht mehr, neue Gebiete zu erschließen. Für eine der letzten ist am Mittwoch (22. Juli) der Startschuss gefallen: das Gewerbegebiet Brandenheide in Grafenwald.

„Wir wollen, noch bevor wir eventuelle Bergbauflächen nutzen können, schon jetzt neue Arbeitsplätze schaffen und erhalten“, sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler bei der Vorstellung der Pläne für das neue Gewerbegebiet. Nachdem die Stadt zu einem bereits im Besitz befindlichen Grundstück ein - bisher landwirtschaftlich genutztes - angrenzendes von Eon dazukaufen konnte, kann sie Gewerbetreibenden nun 2,8 Hektar Fläche anbieten.

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Mit den notwendigen Kanalbauarbeiten soll - in Abstimmung mit der Stadt Gladbeck - in den nächsten Wochen begonnen werden. Dabei wird es so eingerichtet, dass Schmutz- und Regenwasser getrennt voneinander abfließen werden. Das Regenwasser soll im Anschluss in die Boye eingeleitet werden. In rund sechs Monaten sollen die Arbeiten beendet sein.

Erschlossen wird das Baugebiet von der Hegestraße über eine neue Straße: die Giesenheide. Insgesamt investiert die Stadt Bottrop 1,8 Millionen Euro in das neue Gewerbegebiet in Grafenwald. Wer eine Fläche bekommen möchte, muss sich am Bieterverfahren beteiligen. Bestimmte Kriterien entscheiden dann darüber, wer den Zuschlag bekommt. Das Mindestgebot liegt bei 70 Euro pro Quadratmeter - inklusive Erschließungskosten und Kosten für Ausgleichsmaßnahmen.

Mindestgröße und Mindestanzahl an Arbeitsplätzen gefordert

„Wir wollen hier in Grafenwald keine großen Logistiker, sondern bewusst Gewerbetreibende und Initiativen fördern, die viele Arbeitsplätze im Kleingewerbe zur Verfügung stellen“, so Oberbürgermeister Tischler. Daher habe man sich auch dazu entschlossen, nur Bewerber zuzulassen, die mindestens drei Arbeitsplätze pro 1000 Quadratmeter zur Verfügung stellen. Auch eine Mindestgröße pro Firmengelände gibt es: 5000 Quadratmeter.

Die 2,8 Hektar können von mehreren Firmen genutzt werden. „Da es keine innere Erschließung geben wird, könnten wir uns auch vorstellen, dass sich verschiedene Bietergruppen zusammenschließen, eine gemeinsame Fläche erwerben und dann gemeinsam für die innere Erschließung sorgen“, erklärte Sabine Wißmann, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing. Sie hat bereits einige Interessenten auf ihrer Liste. Diese werden nun angeschrieben, ob weiterhin Interesse besteht und auf das Bieterverfahren hingewiesen. Baubeginn für die Firmen wird wahrscheinlich im Frühjahr 2021 sein.

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