Neun Nandu-Küken sind auf dem Hof Overgünne sind geschlüpt

Tiere

Über einen Monat hat der Nandu-Hahn die Eier ausgebrütet. Letztes Wochenende war es dann endlich soweit: Neun süße Nandu-Küken erblickten das Licht der Welt.

Kirchhellen

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Neun Nandu-Küken sind auf dem Hof Overgünne sind geschlüpt

Unter Leitung von Nandu-Papa Willi erkunden die neun Küken das Gelände von Hof Overgünne. © Privat

Gespannt erwarteten Landwirt Thomas Overgünne und sein Team in den vergangenen Wochen den jüngsten Zuwachs der Hofgemeinschaft. Denn die exotischsten Mitglieder, ihre Nandus, brüteten zum ersten Mal (DZ+). Am Samstag (22. Juni) war es dann soweit: Neun kleine Küken erblickten bei idealen Voraussetzungen das Licht der Welt.

Perfekter Wurf

„Das ist eine echt verblüffende Rate“, erzählt Thomas Overgünne. „Von den neun geschlüpften Küken sind alle durchgekommen und wuseln jetzt auf unserem Hof herum.“ Zwar haben ursprünglich elf Eier im Nest von Nandu-Hahn Willi gelegen, zwei davon seien aber gar nicht bebrütet gewesen. „Das kommt immer mal wieder vor“, erklärt Overgünne.

Unter Aufsicht von Nandu-Papa Willi stromern jetzt die sieben naturfarbenen und zwei schneeweißen Küken auf dem Hofgelände herum und erkunden ihre Umgebung. Bei den Nandus sind nämlich die Männer sowohl für die Brut als auch Aufzucht der Jungtiere verantwortlich.

Vorsicht vor dem Nandu-Vater

Fremde sollten sich von dem Nachwuchs jedoch nur vorsichtig nähern. Die Nandu-Hähne sind nämlich während der Brutzeit sehr aggressiv, vor allem gegenüber Unbekannten. Gegenüber seinem Nachwuchs ist Willi hingegen friedlich. Da reicht ein einfaches Klappern mit dem Schnabel, um seinen neun Sprösslingen zu sagen, wo es langgeht.

Namen haben diese übrigens noch nicht. „Dafür sei es noch zu früh“, meint Overgünne. „Wir können jetzt noch nicht einmal das Geschlecht feststellen.“ Erst in ein paar Wochen könne dies geschehen, aber auch dann nur mithilfe genetischer Tests. Christoph Overgünne deutet jedoch bereits an, dass der Neuzugang auf seinem Hof dann nicht mehr lange namenlos bleiben wird.

Karriereaussichten für die Küken

Alle neun Küken sollen, so weit es möglich ist, auf dem Hofgelände bleiben. Zu diesem Zweck hat Thomas Overgünne bereits ein neues Gehege angelegt. Und auch ihre Karriere, wenn sie mal groß sind, hat der Landwirt schon genauestens vorgeplant. Die Küken sollen in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und als „Hütevögel“ die freilaufenden Hennen des Hofs vor Habichten und anderen Greifvögeln beschützen.

Wie es aussieht, werden die neun Küken auch nicht der einzige Nachwuchs bleiben. Zwei weitere Nandu-Hähne haben sich bereits Nester gebaut und brüten hier jeweils 16 und 10 Eier aus. „Und es werden jeden Tag mehr Eier“, sagt Overgünne.

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