Die neue Achterbahn im Movie Park soll im Sommer eröffnen. Wann der Park selbst wieder Besucher begrüßen kann, ist indes noch vollkommen unklar. © Movie Park
Freizeitparks

Movie Park und Schloss Beck kritisieren politische Entscheidungen

Noch ist vollkommen unklar, wann Movie Park und Schloss Beck in die Saison starten können. Die Betreiber beider Parks üben scharfe Kritik an der Politik und formulieren Wünsche.

Eigentlich wären sie schon längst in die Saison gestartet und würden ihren Besuchern einen Tag Auszeit vom Alltag bieten – doch die Feldhausener Freizeitparks Schloss Beck und Movie Park müssen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Tore erneut geschlossen halten. Als äußerst ungerecht empfindet das Karla Kuchenbäcker.

„Tierparks dürfen öffnen, wir nicht. Warum wird da ein Unterschied gemacht? Ich verstehe das nicht. Wir werden hier auf die gleiche Stufe gestellt wie die Prostitution“, sagt die Schloss Beck-Betreiberin im Gespräch mit der Redaktion aufgebracht. Einen kleinen Hoffnungsschimmer hatte es vor zwei Wochen gegeben, als sich die Stadt Bottrop mit der Öffnung ihrer Freizeitparks als Modellversuch beim Land beworben hatte. Doch Bottrop wurde nicht berücksichtigt.

„Wir haben ein Hygienekonzept, das im vergangenen Jahr super geklappt hat. Wir hatten keine Infektion bei uns im Park“, so Kuchenbäcker. Sie ist bereit – ähnlich wie im vergangenen Jahr – mehr Personal einzustellen, um die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln zu gewährleisten. Die Saisonkräfte hätten ihre Unterweisungen bereits erhalten und würden informiert, sobald es wieder losgehen kann.

Im Freizeitpark Schloss Beck fährt momentan niemand Achterbahn. Betreiberin Karla Kuchenbäcker findet das äußerst ungerecht.
Im Freizeitpark Schloss Beck fährt momentan niemand Achterbahn. Betreiberin Karla Kuchenbäcker findet das äußerst ungerecht. © Julian Schäpertöns (A) © Julian Schäpertöns (A)

„Wir hoffen, dass sie dann auch kommen – im vergangenen Jahr war das aber so. Im Prinzip sind wir komplett vorbereitet und könnten mehr oder weniger sofort wieder loslegen“, erklärt Karla Kuchenbäcker. Besonders die Unsicherheit bereitet ihr momentan große Bauchschmerzen. Während man im vergangenen Jahr die Schließungsphase noch mit einem Lächeln überstanden hätte, käme man jetzt an die Grenzen des Machbaren. „Es gibt ja nicht nur uns Betreiber, sondern auch bis zu 30 Mitarbeiter, die ihr Geld brauchen“, so Kuchenbäcker.

Movie Park wünscht sich mehr Planbarkeit

Die Unsicherheit ist es auch, die den benachbarten Movie Park umtreibt. „Als Freizeitparkbetreiber wünschen wir uns eine Planbarkeit für unsere Mitarbeiter, Gäste und uns als Unternehmer“, sagt Parksprecherin Ann-Katrin Dölken. Natürlich könne man die Augen nicht vor der aktuellen Entwicklung der Pandemie verschließen, jedoch habe der Park in der vergangenen Saison gezeigt, dass ein Freizeitpark sicher gestaltet werden könne.

Deutliche Kritik äußert Dölken daran, dass Freizeiteinrichtungen, wie der Feldhausener Movie Park, in der politischen Diskussion nicht stattfinden. „In keinem Stufenplan sind Anhaltspunkte zu finden, ab welchem Zeitpunkt und – noch viel wichtiger – unter welchen Rahmenbedingungen Freizeitparks öffnen können“, so die Sprecherin. Man erwarte von der Politik eine Aufnahme in die Stufenpläne und ein „klares Bekenntnis zu Tourismus und Freizeit“.

Sollte der Park wieder öffnen dürfen, könne man nach einem Vorlauf von rund zwei Wochen Besucher hineinlassen. Auch, wenn in den vergangenen Wochen alle notwendigen Arbeiten und Prüfungen vorgenommen worden seien, brauche man diese Zeit, um die restlichen „operativen und technischen Gegebenheiten zu schaffen“. Bei einer möglichen Öffnung bilde das Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr die Grundlage, so Dölken. Weitere Einzelheiten – wie zum Beispiel die Einrichtung einer Test-Station vor dem Movie Park – seien momentan noch nicht absehbar.

Unbeeindruckt von Coronavirus und Öffnungsstrategien schreitet indes der Bau der neuen Familienachterbahn „Movie Park Studios“ voran. Die ersten Testfahrten sind nach Angaben der Sprecherin bereits absolviert, die TÜV-Abnehme steht kurz bevor. Gleichzeitig wird an den zwölf verschiedenen Szenen gearbeitet, die der sogenannte „Multi Dimension Coaster“ durchfahren wird. Im Sommer soll die Achterbahn eröffnen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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