Mieten in Bottrop sind binnen eines Jahres um zehn Prozent gestiegen

„Zu vermieten“-Schild
Die Kaltmieten in Bottrop sind im Vergleich zum Vorjahr rasant gestiegen (Symbolbild). © dpa
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Mieter in Deutschland zahlen deutlich höhere Kaltmieten als noch vor einem Jahr. Der durchschnittliche inserierte Quadratmeterpreis in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2022 bei 9,64 Euro und damit um drei Prozent höher als vor einem Jahr. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor.

Nicht nur Mieterinnen und Mieter in den Metropolen mussten demnach mehr fürs Wohnen zahlen. Besonders hoch waren die Preisanstiege für Erst- und Wiedervermietungen mit 13 Prozent im niedersächsischen Salzgitter. In Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) stiegen die Nettokaltmieten zwischen dem ersten Halbjahr 2021 und dem ersten Halbjahr 2022 um zwölf Prozent. Auf Platz 3 lag Bottrop mit einer Steigerungsrate von zehn Prozent.

Linke-Kritik an der Bundesregierung

Die Werte gehen auf Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zurück. Das BBSR wertete dafür Inserate aus Immobilienportalen und Zeitungen aus. „Gegen den Mietenanstieg hat die Bundesregierung noch gar nichts unternommen“, sagte Lay. Der flächendeckende Mietenanstieg sei ein Alarmsignal an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), endlich den Mietanstieg zu stoppen. Die Linke fordere einen bundesweiten Mietendeckel.

Die Ampel-Regierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Unter anderem sollen 400.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden.