"Meine Ernte" geht in die dritte Runde

Bauernhof Sagel

In diesem Jahr geht das Garten-Projekt „Meine Ernte“ auf dem Bauernhof Sagel (Am Dahlberg 8) in die dritte Runde. Der Auftakt wird am 24. Februar (Mittwoch) ab 19 Uhr gemacht.

Kirchhellen

, 10.02.2016 / Lesedauer: 3 min
"Meine Ernte" geht in die dritte Runde

Burkhard Sagel ist mit zwei Rindern angefangen, heute sind es 25.

„Dann wird aufgeräumt. Bis dahin habe ich außerdem alle Flächen gepflügt und gedüngt“, erzählt Landwirt Burkhard Sagel beim Besuch auf seinem Hof. „Meine Ernte“ – das sind Gärten zur Miete, die vom jeweiligen Bauern mit mehr als 20 Gemüsesorten vorbepflanzt werden. Insgesamt hat Sagel für dieses Jahr schon 40 kleine Gärten vermietet. „Zielvorgabe sind aber 80“, erklärt der Landwirt. Zusätzlich bietet er seit 2015 auch kleine Flächen in einem Gewächshaus an. „Da wachsen beispielsweise Tomaten wesentlich besser. Auch Paprika, Bananen, Artischocken und Auberginen hatten wir 2015 hier“, erzählt er. Ein Viertel der Gewächshausfläche hat er bereits vermietet.

Eine Stunde Arbeit pro Woche

Etwa Mitte Mai kann ausgesät werden. Sagel schmeißt den Grill an, und wer Lust hat, kann beim Säen helfen. Die meisten Hobbygärtner kommen aus Kirchhellen, aber auch Herner, Dorstener und Oberhausener gärtnern auf dem Bauernhof Sagel. „Es kommen junge Familien mit Kindern, Menschen mittleren Alters, aber auch Rentner. Vielen geht es nicht nur ums Gärtnern, sondern um die Gemeinschaft“, so Sagel. Eigentlich reiche es, einmal in der Woche eine Stunde Zeit in sein Feld zu stecken, viele Mieter kämen jedoch deutlich öfter. Einen eigenen Garten bekommt in diesem Jahr das Heilpädagogische Zentrum Kirchhellen.

Wer den Blick über den Hof schweifen lässt, der wird auch das ein oder andere Rind entdecken. Angefangen haben Patricia und Burkhard Sagel mit zwei Tieren, heute sind es 25 – inklusive Zuchtbulle Seppel. Die Namen für jedes einzelne Tier sucht Sagels zehnjähriger Sohn, ein begeisterter Rinderbauer, aus. „Ich glaube, dass so langsam ein Switch kommt, und die Menschen nicht nur reden, sondern wirklich qualitativ hochwertiges Fleisch kaufen möchten“, so Sagel.

Alle zwei Monate lässt er zwei seiner Tiere in Wulfen schlachten. Am Wochenende danach gibt es direkt aus dem neu angeschafften Kühlwagen Acht-Kilo-Pakete mit frischem Fleisch sowie Suppenkeulen für 100 Euro zu kaufen. Bis April sind schon alle Pakete reserviert. Sagel: „Diese Nische ist eine Chance, aber auch ein Risiko. Langfristig möchte ich nur noch Fleisch von Tieren verkaufen, die hier auf dem Hof geboren wurden.“

Lesen Sie jetzt