Lärm-Workshop stößt auf Desinteresse bei Kirchhellenern

dzLärm

Nur ein Kirchhellener kam zum Lärm-Workshop der Stadtverwaltung - und der zeigte sich nicht besonders begeistert vom Vortrag und den vorgeschlagenen Maßnahmen.

Kirchhellen

, 12.02.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war es vorgesehen, dass die Kirchhellener der Stadtverwaltung Ideen zutragen, wo im Ortsteil aktive Lärmschutzmaßnahmen sinnvoll seien. Doch zum Workshop zum Thema Lärmaktionsplan erschien am Montagabend (11. Februar) lediglich ein einzelner Bürger.

Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass Kirchhellen generell ein eher ruhiger Stadtteil ist. Schaut man sich die Lärmkarte von Kirchhellen an, so sind lediglich höhere Ausschläge direkt an der A31 und in geringeren Maßen an den Hauptverkehrswegen verzeichnet. In den lauten Gebieten stehen nur einzelne Wohnhäuser.

Einige Maßnahmen wurden schon umgesetzt

Die Lärmaktionsplanung in Bottrop wird derzeit nach den Vorgaben der EU-Richtlinie fortgeschrieben. Einige Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder befinden sich in der Planung, wie beispielsweise der Einbau von lärmminderndem Asphalt auf dem Nordring und auf der Horster Straße. Die noch nicht umgesetzten Maßnahmen der zweiten Stufe fließen jetzt aktualisiert in die Lärmaktionsplanung der dritten Stufe ein.

Andrea Jacob vom Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop, erläuterte am Dienstagabend das Konzept und die möglichen Maßnahmen. Außerdem standen sechs weitere Mitglieder der Stadtverwaltung für mögliche Fragen zur Verfügung. Ziel des Lärmaktionsplanes sei es, den Geräuschpegel im Straßenverkehr durch Maßnahmen wie Flüsterasphalt, angepasste Tempolimits oder Fahrradstraßen zu reduzieren. „Unser Ziel ist es, so viele Bürger mitzunehmen, wie es geht“, so Andrea Jacobs.

Der einzige Bürger, der erschienen war, stand solchen Maßnahmen skeptisch gegenüber. Ein Tempolimit an vielbefahrenden Straßen halte er nicht für sinnvoll, um den Lärm zu reduzieren. „Und ich weiß auch nicht, ob es jemanden hilft, wenn irgendwo neuer Asphalt verlegt wird“, so der Workshopteilnehmer, der namentlich nicht genannt werden wollte. Er war mit keinen großen Erwartungen gekommen. Dass es so theoretisch werden würde, damit habe er nicht gerechnet.

Nicht sehr ergebnisreicher Abend

Weder für den Teilnehmer noch für die Stadtverwaltung war der Abend besonders erkenntnis- oder gar ergebnisreich. Um vielleicht doch noch ein paar Anregungen und Ideen für die Lärmaktionsplanung zu sammeln werden zwei weitere Workshops in Bottrop folgen. Zudem haben alle Kirchhellener noch die Möglichkeit, Vorschläge für Lärmschutzmaßnahmen im Stadtteil bis zum 22. März per Mail unter LAP@bottrop.de einzureichen. Die Veranstaltungsreihe endet mit einem gemeinsamen Termin am 31. März um 18 Uhr im Rathaus. Mehr Informationen gibt es auch unter www.bottrop.de/wohnen-umwelt-verkehr/umwelt/Umgebungslaerm

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