Der Grafenwälder Jan-Hendrik Lehrich sammelt mit einem Bild Spenden für die Pflegekräfte vor Ort. © privat
Kunst

Kunst gegen Corona: Grafenwälder sammelt Spenden für Pflegepersonal

Jan-Hendrik Lehrich hat ein Bild gemalt, mit dem er nun Spenden sammelt. Anschließend soll es versteigert werden. Das Geld kommt denen zugute, die gerade beruflich an ihre Grenzen gehen.

Die einen puzzeln, andere räumen ihre Wohnung um, wieder andere kochen und backen im Akkord. Der Grafenwälder Jan-Hendrik Lehrich hat im Corona-Lockdown sein altes Hobby – das Malen – wieder aufgegriffen. Das tut nicht nur ihm gut – er möchte damit auch denen etwas Gutes tun, die gerade beruflich an ihre Grenzen gehen.

Der 37-Jährige ist selbstständiger Art-Director und hat seit 2017 eine Werbe-Agentur am Heimersfeld. „Ich war schon immer künstlerisch veranlagt und habe früher auch öfter gemalt. In der Coronakrise bin ich jetzt wieder angefangen“, erzählt er. Beim Duschen sei ihm dann plötzlich die Idee gekommen, ob man mit seinem Hobby nicht auch anderen helfen könnte.

„Mir geht es dabei um die Pflegekräfte in unseren lokalen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen, die seit fast einem Jahr gegen die Pandemie kämpfen und über ihre Grenzen hinausgehen“, so Lehrich, der im kommenden Monat zum ersten Mal Vater wird.

Schnell entstand die Idee, mit einem Bild Spenden zu sammeln, es hinterher sogar zu versteigern und den Erlös Pflegekräften – besonders denen auf den Intensivstationen – zukommen zu lassen. Das Motiv hatte der Grafenwälder ebenso schnell im Kopf. Es zeigt die allseits bekannte Form des Coronavirus. Doch das Virus hat ein grinsendes Smiley-Gesicht.

Das Bild des 37-Jährigen soll in diesen schweren Zeiten ein bisschen Hoffnung verbreiten. © privat © privat

Während die Farben am oberen Rand des Bildes noch dunkel sind, werden sie nach unten hin immer heller und bündeln sich dann im Schriftzug „Hope“. „Ich denke, ein bisschen Hoffnung können wir alle gerade gebrauchen“, so der 37-Jährige. Ein komplettes Wochenende hat er für das Bild gebraucht.

Bild des Grafenwälders soll anschließend versteigert werden

Am Freitag (22. Januar) stellte er den Spendenaufruf unter dem Stichwort „Kunst gegen Corona“ online. Seitdem sind schon mehr als 400 Euro gespendet worden. Die Aktion ist zu finden unter https://gofund.me/8aa4bee4. Gespendet werden darf bis Ostern (4. April). Bis dahin hofft Lehrich, eine möglichst große Summe zusammenbekommen zu haben. Dann soll die zweite Phase der Aktion starten: Das Bild soll meistbietend versteigert werden.

„Was danach mit dem Werk passiert, ist natürlich dem überlassen, der es ersteigert. Ich fände es aber toll, wenn es beispielsweise anschließend in einem Krankenhaus hängen würde als eine Art visuelles Dankeschön an das Pflegepersonal“, erklärt der Grafenwälder. Der Erlös der ganzen Aktion soll komplett an Pflegekräfte in der näheren Umgebung – Bottrop, Gladbeck, Dorsten – gespendet werden. Wohin genau, das entscheidet Lehrich je nachdem, wie viel Geld am Ende zusammen kommt.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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