Naturschutz

Krötenwanderung in Kirchhellen – NABU appelliert an Autofahrer

In den nächsten Tagen starten die Kröten wieder ihre Wanderungen - unter anderem an der Bergerstraße in Kirchhellen. Der NABU sucht Helfer und hat eine Bitte an die Autofahrer.
In Kirchhellen gehen die Kröten bald wieder auf Wanderschaft. Das ist für die Tiere nicht ungefährlich. © picture alliance/dpa

In wenigen Tagen gehen die Kröten in Kirchhellen wieder auf Wanderschaft. Der Bottroper NABU hat an der Bergerstraße dafür den Krötenzaun aufgestellt, der dank großzugiger Spende beschafft werden konnte. Dort und an vielen anderen Stellen wollen Aktive versuchen, möglichst viele Tiere über die Straße zu tragen. Hilfe ist dabei willkommen.

Wärmere Temperaturen und Feuchtigkeit zwingen die Tiere zu ihren Laichgewässern zu marschieren. Das tun sie seit Jahrtausenden. Auf befahrenen Straßen sterben dabei jedoch viele Kröten. Autofahrer sehen die kleinen Tiere nicht und überrollen sie.

Erdkröten haben keine Rippen

Aber selbst, wenn die Erdkröten nicht von den Reifen erfasst werden, sterben viele, denn sie haben keine Rippen, wie wir Menschen. Geraten sie unter ein Fahrzeug, das schneller als 30 Stundenkilometer fährt, kollabieren sie und sterben aufgrund des Unterdrucks. Wer langsamer fährt gibt ihnen eine Chance.

Daher bittet der Bottroper NABU Autofahrer, die Augen nach Kröten offen zu halten und an solchen Stellen maximal mit 30 Stundenkilometern vorbei zu fahren. Die Tiere wandern zum Einbruch der Dämmerung – in der Regel zwischen 18.30 und 21 Uhr. Kontakt zum NABU in Bottrop gibt es per E-Mail an: info@nabu-bottrop.de.

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