Kritik an den Leihfahrrädern

"metropoleradruhr"

Ob es in Kirchhellen zukünftig Stationen mit Fahrrädern zum Ausleihen gibt, ist fraglich. Die Bezirksvertreter zumindest äußersten sich zu dem System "metropoleradruhr" kritisch und sehen kaum Bedarf für Leihfahrräder.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 10.02.2012, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ob es den Fahrradverleih »metropoleradruhr« bald in Kirchhellen gibt, ist noch ungewiss.

Ob es den Fahrradverleih »metropoleradruhr« bald in Kirchhellen gibt, ist noch ungewiss.

Aus diesem Grund halte man den Standort am Bahnhof Feldhausen und einen Standort in der Kirchhellener Mitte für sinnvoll, tue sich aber schwer mit einem möglichen Standort an der Grafenmühle in Grafenwald. „Wir glauben, dass das nur ein Schönwetter-Standort wäre.“ Grundsätzlich, so Dorothee Askemper (CDU), sei die Idee der Verleihstationen gut. Allerdings sei der Alltagsverkehr in Großstädten ein völlig anderer als in Kirchhellen. „Alle die Fahrrad hier fahren, haben ein Fahrrad.“ Sie könne sich aber vorstellen, eine Verleihstation am Breuker-Platz hinter dem Toiletten-Häuschen zu platzieren. „Dort wäre mehr als Platz genug, der Standort ist auch sehr sichtbar.“

Oliver Mies (FDP) äußerte hingegen grundsätzliche Skepsis: Die Wirtschaftlichkeit müsse hinterfragt werden. Wenn man die Ausleihzahlen in Bottrop im vergangenen Jahr anschaue, müsse man erkennen, dass weniger Geld eingenommen wurde, „als wir hier heute auf den Weg bringen würden.“ Mit 10 000 Euro wäre Bottrop an den Investitionen in Kirchhellen beteiligt. Auch Bezirksbürgermeisterin Margot Hülskemper sah nur ein „kleines Segment“ an potenziellen Kunden in Kirchhellen. „Besucher, die hier fahren wollen, bringen Fahrräder mit.“ Als touristisches Verleihsystem, so der Vertreter von „nextbike“, sei es auch nicht gedacht.

Sigurd Köllner (Grüne) hingegen glaubte, dass man dem System eine Chance geben müsse. „Ich kann diese Schwarzmalerei nicht nachvollziehen.“ Das Verleihsystem stecke in den „Anfangsschuhen“: „Je dichter die Infrastruktur wird, desto mehr wird es genutzt.“ Letztlich beschlossen die Bezirksvertreter bei einer Enthaltung der FDP die Prüfung der beiden Standorte Kirchhellen-Mitte und Feldhausen.

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