Anfang des Jahres zogen die Kirchhellener Sternsinger noch unbeschwert durch die Straßen. Im kommenden Jahr werden sie das nicht mehr tun. © Julian Schäpertöns
Sternsinger

Kirchhellener Sternsinger kommen nicht mehr an die Haustür

Das Team rund um die Sternsinger-Aktion in Kirchhellen nutzt die Corona-Pandemie als Chance und beweist Mut zur Veränderung.

Von Jahr zu Jahr wird es für den Sternsinger-Beauftragten Winfried Stuke schwieriger, genügend Sternsinger zusammen zu bekommen, um alle Haushalte in Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen besuchen zu können. Doch in diesem Jahr ist durch die Corona-Pandemie alles anders. Stuke und sein Team nehmen das zum Anlass, die Sternsinger-Aktion im Ort radikal zu verändern.

„Wir haben eh immer schon gekämpft, um genügend Sternsinger zu haben und es war klar, dass wir irgendwann etwas werden ändern müssen. Jetzt ist durch Corona eh alles anders, also nehmen wir das als Chance für eine Veränderung“, erklärt Winfried Stuke auf Anfrage der Redaktion.

Team hat sich für ein sogenanntes „STERNsingen“ entschieden

Normalerweise laufen die Sternsinger von Tür zu Tür, bringen den Segen, sammeln Spenden und stauben vielleicht hier und dort auch eine Süßigkeit ab. „Das ist uns aber in der aktuellen Situation sowohl für die Kinder, als auch für die Besuchten zu gefährlich“, so Stuke. Daher haben er und sein Team sich dafür entschieden, am 9. Januar (Samstag) ein sogenanntes „STERNsingen“ zu veranstalten.

Das bedeutet, dass sich an bestimmten Orten in Kirchhellen, Feldhausen und Grafenwald zu bestimmten Zeiten Sternsingergruppen einfinden werden. Alleine in Kirchhellen-Mitte wird es laut Stuke rund 66 solcher Orte geben. Anwohner können dorthin kommen, mit Abstand den singenden Sternsingern lauschen, ein Segenschild mitnehmen und Geld spenden.

„Im Anschluss können sie dann den Segen quasi strahlenförmig mitnehmen und in die Welt tragen“, sagt Winfried Stuke. Kirchhellener, die nicht mehr so mobil sind, können sich bis zum 20. Dezember in den Pfarrbüros melden und werden dann von den Sternsingern persönlich besucht. „Wir wollen den Segen auf jeden Fall gerade in diesen Zeiten bringen und unser neues Konzept gefällt mir richtig gut“, freut sich Stuke.

Flyer informiert über Neuerungen

Nach den Herbstferien wird ein Flyer verteilt werden, der auf die Neuerungen hinweist und alle Kinder, die Sternsinger sein möchten, dazu aufruft, sich bis zum 13. Dezember per Mail (Sternsinger-Feldhausen@stjk.de; Sternsinger-Grafenwald@stjk.de; Sternsinger-Kirchhellen@stjk.de) dafür anzumelden. Ein Vortreffen wie in den anderen Jahren üblich wird es höchstwahrscheinlich aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen nicht geben. „Wenn wir wissen, wie viele Sternsinger wir haben, können wir auch gucken, wie viele Orte genau angeboten werden können. Dazu wird es dann noch genauere Informationen geben“, erklärt Stuke.

Die 63. Sternsinger-Aktion wird in Deutschland im kommenden Jahr unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ stehen – das Beispielland ist die Ukraine.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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