Kirchhellener kritisiert Verkehrssituation am Hallenbad-Parkplatz

dzVerkehr

Kurt Schuchardt möchte Autofahrer noch mehr für die querenden Radfahrer am Kirchhellener Ring sensibilisieren. Auch für die Pelsstraße im Gewerbegebiet hat er einen Vorschlag.

Kirchhellen

, 15.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn zur Mittagszeit die Schüler zu Fuß und mit dem Rad den Kirchhellener Ring herunterkommen, entstehen an der Ausfahrt vom Hallenbad auf den Ring gefährliche Situationen. Das kritisiert der Kirchhellener Kurt Schuchardt.

„Da kommen oft 20 bis 30 Kinder in Dreierreihen gleichzeitig und wenn man vom Hallenbad-Parkplatz runterfährt, sieht man die nur sehr schlecht“, sagt er. Vor allem für Auswärtige sei es schwer zu erkennen, wo der Rad- und wo der Fußweg sei.

Warnschild reicht dem Kirchhellener nicht

In der Vergangenheit hatte der Kirchhellener Bürger dieses Problem bereits bei der Stadt vorgetragen - mit Erfolg. Ein Warnschild weist inzwischen auf kreuzende Radfahrer hin. Schuchardt geht das jedoch noch nicht weit genug. Seiner Meinung nach müssen Autofahrer noch mehr für die vorbeifahrenden Radler sensibilisiert werden.

„Ich wünsche mir eine gestrichelte Linie vor der Ausfahrt am Hallenbad-Parkplatz für die Autofahrer und Piktogramme auf der Straße, die ganz klar den Radweg kennzeichnen. Das wäre doch kein großer Aufwand“, so Kurt Schuchardt.

Kritik an wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen

Kritik übt der Kirchhellener auch an den oft wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen im Gewerbegebiet an der Pelsstraße. „Mal 50, dann plötzlich für 200 Meter 30 Stundenkilometer- da hält sich doch niemand dran“, so Schuchardt.

Besonders im Bereich des Raiffeisen-Marktes und der Tankstelle würden viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit die Pelsstraße befahren. Sein Vorschlag: „Warum macht man nicht Tempo 40 auf der gesamten Strecke in beide Fahrtrichtungen?“ Er regt außerdem an, an den Ausfahrten der im Gewerbegebiet ansässigen Firmen besser auf die querenden Radfahrer hinzuweisen.

Änderungen sind nicht ganz einfach

Dass der Kirchhellener mit seinen Kritikpunkten recht haben könnte, will Andreas Pläsken nicht bestreiten. Dennoch ist es nicht so einfach, etwas an der Situation zu ändern, erklärt er: „Wir als Stadt sind nicht die einzigen, die an so einer Entscheidung beteiligt wären. Da sitzt ein ganzer Arbeitskreis zusammen.“

Dort ist neben der Stadt und der Polizei auch der jeweilige Baulastträger, wodurch besonders eine Änderung an der Pelsstraße schwierig werden könnte, so Pläsken: „Weil es sich um eine Landesstraße handelt, ist noch eine weitere Gruppe involviert. Das macht die Verhandlungen natürlich noch schwieriger."

Wenn jemand aber, wie in diesem Fall Kurt Schuchardt, ein Anliegen hat, bei dem er die Stadt um Änderungen bittet, kann er sich beim Straßenverkehrsamt melden. Der Verantwortliche Sascha Borowiak nimmt die Anliegen der Bürger auf und kümmert sich um ein Anhörungsverfahren, bei dem sich die beteiligten Vertreter an einen Tisch setzen. Erst dort kann entschieden werden, ob sich etwas ändert oder nicht.

Wer ein Anliegen hat, kann sich bei Sascha Borowiak unter Tel. (02041) 704115 oder per Mail sascha.borowiak@bottrop.de melden.
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