Kirchhellener für zehn Monate in Tansania

Freiwilliges Soziales Jahr

Dass er nach dem Abitur am Vestischen Gymnasium nicht sofort studieren wollte, war Christoph Hautkappe sehr schnell klar. Dass es nach Afrika gehen sollte, lag für den 19-Jährigen auch früh auf der Hand. Am 7. Oktober fliegt der Kirchhellener für zehn Monate nach Tansania.

Kirchhellen

, 21.08.2014, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Christoph Hautkappe macht ab Oktober ein FSJ in Tansania.

Christoph Hautkappe macht ab Oktober ein FSJ in Tansania.

Dort absolviert er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Die Organisation, die ihm das ermöglicht, ist die "Junge Caritas Afrika". "Ich habe mich über den Freiwilligendienst 'weltwärts' bei mehreren Organisationen beworben und wurde schließlich von der Caritas genommen", erzählt er.

Da bereits seine Schwestern für soziale Zwecke in Afrika waren, stand für ihn das Ziel schnell fest. Mit der "Jungen Caritas Afrika" geht es für ihn im Oktober nach Tansania, ganz genau nach Tukuyu Kisa Catholic Parish im Südwesten des Landes. Dort wird er in einer privaten, englischsprachigen Grundschule mit rund 300 Schülern unterrichten. Wohnen wird er gemeinsam mit einem anderen Freiwilligen bei zwei Priestern.Praktikum im Friedensdorf

Seit einiger Zeit bereitet sich Christoph Hautkappe auf die Reise vor, denn das Projekt beruht auf dem Modell "3+10". "Drei Monate bereiten wir uns vor, zehn Monate sind wir vor Ort", erklärt der 19-Jährige. Derzeit absolviert er daher ein Praktikum im Friedensdorf Oberhausen. Dort arbeitet er im sogenannten Lernhaus, wo er für die Freizeitgestaltung der Kinder zuständig ist. Vor seinem Praktikum musste er selbst, trotz bestandenen Abis, noch einmal die Schulbank drücken. In einem Sprachkurs wurden ihm und seinen Mitstreitern die Grundlagen der Landessprache Kiswaheli beigebracht. "Die Hauptsache ist, dass wir verstanden werden. Die Vokabeln sind aber schon ziemlich schwierig", erzählt der Kirchhellener.Koffer packen

Am 16. September endet sein Praktikum. Dann bleibt ihm eine Woche, um seinen Koffer zu packen und sich seelisch auf die bevorstehende Reise vorzubereiten. Es folgen Abschlussseminar und Aussendungsfeier (3. Oktober). Der Flieger nach Tansania geht am 7. Oktober ab Frankfurt. Erst Ende Juli wird der 19-Jährige wieder deutschen Boden unter den Füßen haben.

"Meine Familie und meine Freunde werde ich auf jeden Fall vermissen", ist er sich schon jetzt sicher. Dennoch findet er, dass die Zeit zwischen Abitur und Studium die beste Zeit ist, um ein FSJ zu machen. "Ich wollte nicht sofort mit dem Lernen weitermachen, sondern mir eine Pause davon zum Nachdenken gönnen", erklärt Hautkappe. In den zehn Monaten hofft er, selbstständiger zu werden, ruhiger und geduldiger und zu lernen, mehr Freude an kleineren Dingen zu entwickeln.

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt