Kirchhellener Einzelhandel blüht trotz Corona-Regeln wieder auf

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Nach fast fünf Wochen Corona-Lockdown durften am Montag (20. April) die Geschäfte in Kirchhellen wieder öffnen. Die Kaufleute erlebten einen erfolgreichen Neustart.

Kirchhellen

, 21.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es schien am Montag so, als hätten die Menschen nur darauf gewartet, dass die Geschäfte wieder öffnen. Die Einzelhändler in Kirchhellen zogen nach Tag 1 nach dem Corona-Lockdown durchweg eine positive Bilanz. Trotz der vielen Schutzmaßnahmen besuchten viele Kunden die Geschäfte.

Eine lange Schlange bildete sich am Montag vor dem Bekleidungsgeschäft „Life & Style“. Nur vier Kunden lässt Marietheres Heisterkamp gleichzeitig in ihr Geschäft. „Doch die Kunden, die teilweise bis zu einer halben Stunde gewartet haben, haben die Maßnahmen, ohne zu meckern, angenommen“, erzählt die Geschäftsfrau. Der erste Öffnungstag nach fünf Wochen sei „richtig Bombe“ gelaufen.

Viele Kunden haben „ihren“ Läden die Treue gehalten

Auch schräg gegenüber im Schuhhaus Möller zeigte sich Susanne Breit erleichtert. „Wir sind dankbar, dass uns so viele Menschen die Treue gehalten haben“, so die Inhaberin, die am Montag viel zu tun hatte. Steffen Dietz von der Goldschmiede Dietz, Regina Timmerhaus vom gleichnamigen Fachgeschäft für Wohnaccessoires und Haushaltswaren sowie Selina Pacana von Barbara‘s Wäscheträume schlossen sich diesem Tenor an. Bei allen überwog die Freude, dass es nach fünf Wochen endlich weitergehen kann.

Susanne Breit Schuhhaus Möller Kirchhellen

Susanne Breit vom Schuhhaus Möller weist mit einem Plakat darauf hin, welche Hinweise beim Betreten des Geschäfts zu beachten sind. © Julian Schäpertöns

Um Kunden und Mitarbeiter zu schützen, gibt es nun aber neue Regeln und Hygienemaßnahmen in den Läden. Mitarbeiter tragen Mund-Nasen-Masken, Kassenbereiche werden durch Plexiglasscheiben geschützt, Markierungen auf dem Boden machen auf den Mindestabstand aufmerksam und Desinfektionsmittel stehen bereit. Auch wird in jedem Geschäft die Anzahl der Kunden limitiert.

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Einlasskarten regeln den Kundenverkehr bei Timmerhaus

Regina Timmerhaus zum Beispiel hat eine Verkaufsfläche von 220 Quadratmetern. Erlaubt wären hier 22 Kunden gleichzeitig. Dennoch lässt sie immer nur zwölf Kunden rein. Sie kontrolliert das mit Einlasskarten, die jeder Kunde am Eingang mitnehmen und beim Verlassen abgeben muss. Sind keine Karten mehr vorhanden, muss gewartet werden.

Die Kunden zeigten bisher volles Verständnis für die Maßnahmen. „Die Menschen waren alle sehr freundlich und entspannt“, berichtet Selina Pacana. Steffen Dietz ergänzt: „Die Leute haben sich vernünftig verhalten und halten Abstand.“ Auch wenn teilweise Menschen noch etwas unsicher sind, welche Maßnahmen nun in den verschiedenen Geschäften gelten, lassen sie sich davon nicht abschrecken, um die lokalen Einzelhändler durch ihren Einkauf zu unterstützen.

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Die Kirchhellener Kaufleute freuen sich, nun ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können. Das gute Wetter spielt ihnen in die Karten. Sie hoffen, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen und sich die Infektionen nicht wieder drastisch erhöhen. Denn einen zweiten Lockdown möchten alle verhindern.

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