Die Kirchhellener Gemeinde St. Johannes möchte mit zwei Aktionen dafür sorgen, dass die Weihnachts- und Adventszeit trotz Corona zu einer besonderen Zeit wird. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Kirche

Kirche lädt zum Fensterkalender ein und verteilt Gottesdienste „to go“

Die Kirchhellener Gemeinde St. Johannes beweist in der Coronakrise erneut Kreativität und möchte mit zwei Aktionen dafür sorgen, dass Weihnachten trotz allem eine besondere Zeit wird.

22 Jahre lang haben sich die Kirchhellener in der Adventszeit auf den Weg gemacht, die einzelnen Fenster des Begehbaren Adventskalenders zu besuchen. In diesem Jahr macht das Coronavirus der Aktion einen Strich durch die Rechnung. Doch das heißt nicht, dass die Adventszeit im Jahr 2020 in Kirchhellen nicht besonders werden kann.

„Wir können nicht immer nur sagen, dass alles ausfällt. Wir müssen dem was entgegen setzen“, sagt Pastor Christoph Potowski. Daher haben er und der Pfarreiratsvorsitzende der Gemeinde St. Johannes, Franz Kleine-Wiele, sich jeweils ein Projekt für die Advents- und Weihnachtszeit zu Corona-Zeiten überlegt.

Franz Kleine-Wiele koordiniert die Aktion „Fensterkalender im Advent“. Mitmachen können Einzelpersonen, Institutionen, Gruppen, Verbände und Familien. Sie gestalten zwischen dem 1. und 24. Dezember jeweils ein Fenster. Diese werden am jeweiligen Tag im Laufe des Vormittags sichtbar sein und bis zum 6. Januar erhalten bleiben. Jeder, der möchte, kann dann bei einem Spaziergang durch das Dorf die Fenster aufsuchen und sich auf Weihnachten einstimmen. Ein gemeinsames Treffen vor den Fenstern wird es aufgrund der Corona-Pandemie nicht geben.

Texte oder Videos können Angebot online ergänzen

Auch online werden die Fenster unter www.stjk.de zu sehen sein. Wer ein Fenster gestaltet, kann auch für die Internet-Veröffentlichung einen kurzen Text, einen Impuls oder ein Video einreichen. Wer Lust hat mitzumachen, der kann sich bis zum 27. November melden – am besten per Mail an fenster-im-advent@stjk.de .

Da Pastor Potowski von vielen Kirchhellenern erfahren hat, dass sie an Weihnachten aus Angst vor einer möglichen Ansteckung lieber zu Hause bleiben und nicht in die Kirche kommen möchten, hat er die Aktion „Weihnachtstüten“ ins Leben gerufen. Familien oder auch Einzelpersonen können sich bis zum 10. Dezember im Pfarrbüro melden, wenn sie so eine Tüte bekommen möchten. Dabei müssen sie angeben, in welchem Ortsteil sie wohnen und ob die Tüte nur für Erwachsene oder auch für Kinder sein soll. Ausgeteilt werden die Tüten dann ab dem 20. Dezember – die genauen Orte werden noch mitgeteilt.

Weihnachtsgottesdienst für die heimischen vier Wände

„In den Tüten befinden sich geistliche Impulse, Gebete, kurze Texte und für die Kinder Kreativmaterial. So kann der Weihnachtsgottesdienst quasi auch zu Hause ein bisschen stattfinden“, erklärt der Pastor. Er und sein Team hatten bereits bei einer Aktion auf dem Johann-Breuker-Platz Ende Oktober betont: „Weihnachten wird bei uns stattfinden, wenn auch in anderer Form!“

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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