Das Jugendhaus F! in Trägerschaft der Falken ist 2020 fertig geworden. © Petra Berkenbusch
Hilfe im F!

Jugendhaus ist bei Homeschooling-Problemen für seine Schützlinge da

Homeschooling, aber der Drucker tut’s nicht. Distanzunterricht, aber das Internet streikt. Das Jugendhaus F! bietet Jugendlichen Hilfe an mit Wlan und technischer Unterstützung.

Nun sitzen die Kinder wieder daheim: Homeschooling ist angesagt, und vielfach wiederholen sich die technischen Tücken aus dem ersten Lockdown. In manchen Familien hapert’s am Drucker, in anderen am stabilen Internet. Gleichzeitig sollen alle Menschen möglichst zu Hause bleiben. Mal eben beim Schulfreund eine Internet-Recherche machen? Schnell bei den Großeltern was ausdrucken? Nix da, es ist Lockdown!

Städte haben in dem Wissen um technische Probleme in den privaten „Klassenzimmern“ alle Jugendeinrichtungen gebeten, zu prüfen, wie sie den Schülerinnen und Schülern in solchen Fällen helfen können. „Da haben wir uns gerne angeschlossen“, berichtet Patrick Westermann, Leiter des Jugendhauses F! der Falken an der Hackfurthstraße.

Und so steht das F! des ansonsten Pandemie-bedingt geschlossenen Jugendhauses derzeit für freies Wlan. Wer für die Schule im Internet recherchieren, etwas hoch- oder runterladen muss, wer Texte oder Bilder ausdrucken muss oder Dokumente per Post an die Schule schicken muss und das von zu Hause nicht kann, kann sich im Jugendhaus Unterstützung holen.

Zweimal pro Woche gibt‘s freies Wlan im Jugendhaus

Patrick Westermann: „Wer mit uns per E-Mail einen Termin vereinbart, kann dienstags oder donnerstags von 17 bis 18 Uhr ins Jugendhaus kommen und dort kostenlos die technische Ausrüstung nutzen.“

Das Angebot ist erst wenige Tage alt, sodass sich bisher erst einzelne Schülerinnen und Schüler gemeldet hätten, sagt Westermann. „Einmal ging es dabei um einen technischen Notfall, da war zu Hause plötzlich ein Gerät kaputtgegangen.“

Dennoch sei diese Art der Hilfestellung eine gute Gelegenheit, die jungen Besucher auch im Lockdown mal zu sehen, sie nach ihrem aktuellen Befinden zu befragen und möglicherweise frühzeitig schwierige Situationen zu erkennen.

„Das gilt vor allem für die Falken-Häuser in sozialen Brennpunkten“, erklärt Westermann, „wo sich Familien häufig mit anderen Problemen herumschlagen, als es üblicherweise in Kirchhellen der Fall ist.“ Dort hätten die Kinder und Jugendlichen oft niemanden, an den sie sich in bedrohlichen Situationen wenden können.

Das F! hat vorübergehend eine Kita-Notgruppe aufgenommen

Obwohl das F! als Jugendhaus derzeit wie alle Jugendeinrichtungen in ganz Bottrop geschlossen ist, ist es auch im Lockdown nicht ganz verwaist. Die Falken „beherbergen“ zur Zeit eine kleine Kirchhellener Kita-Notgruppe, die vorübergehend zur Hackfurthstraße ausgewichen ist.

Und irgendwann, wenn die Pandemie es zulässt, will Patrick Westermann mit dem nagelneuen Haus endlich so richtig durchstarten und das holprige erste Jahr im Corona-Modus vergessen machen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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