In Grafenwald klang das Jahr sportlich aus

13. Silvesterlauf

GRAFENWALD "Was könnten wir Silvester mal machen?" Diese Frage stellten sich Mitglieder der KAB St. Josef Grafenwald vor 13 Jahren bei einer gemütlichen Bierrunde. Das war die Geburtsstunde des Grafenwälder Sivester-Laufes.

von Von Ralf Pieper

, 03.01.2010, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von nun an wusste man in Grafenwald, wie man sich vor den abendlichen Feierlichkeiten zu Silvester die Zeit vertreiben kann: mit Laufen, Joggen, Walken und Wandern. "Es ist eine reine Spaßveranstaltung ohne Leistungsdruck", erklärte Berhard Windmöller, 1. Vorsitzender der KAB St. Josef. "Wir lassen das Jahr sportlich ausklingen."

Über 200 Aktive nahmen in diesem Jahr, bei der 13. Auflage des Laufes, wieder teil. Wanderer, Walker und Läufer fanden sich buntgemischt auf dem Schulhof der Grundschule ein. Das Startgeld wird wird stets einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Diesmal profitiert die chilenische MOAC, eine Organisation vergleichbar mit der KAB in Deutschland, die allerdings unter wesentliche schwierigeren Bedingungen ihre Arbeit verrichten muss.

"Wir frieren hier gerne für einen guten Zweck", lachte ein Teilnehmer. "Wir mögen die lockere, gemütliche Atmosphäre, Bekannte zu treffen, zu plaudern. Ganz ohne Stress und Leistungszwang."

Mitten im Gespräch fiel dann unvorbereitet ein Startschuss und Aktive suchten ihren Weg zur Strecke. Pressefotografen wetzten ihnen hinterher und Schaulustige sprangen zur Seite. "Wir laufen hier zum Spaß, da gibt es keinen geordneten Start", erklärte einer der Streckenposten. Der familäre und lockere Charakter der Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren über die Grenzen von Grafenwald hinaus herumgesprochen. Auch Teilnehmer aus Bottrop, Oberhausen und Dorsten entschieden sich für diesen Lauf, trotz vieler Konkurrenz-Veranstaltungen.

Bernd Tischler, Oberbürgermeister von Bottrop, und die Kirchhellner Lauf-Ikone Josef Kaufmann waren in diesem Jahr mit am Start. Letzterer läuft im Alter von 73 Jahren täglich über 18 Kilometer, um sich fit zu halten. So sind die 7,5 oder zehn Kilometer langen Strecken beim Grafenwälder Silvester-Lauf für ihn eigentlich nur so etwas wie ein Aufwärm-Programm.

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