Hauptstraße bleibt bis auf Weiteres nur in einer Richtung befahrbar

dzDiskussion geht weiter

Es bleibt vorerst dabei: Die Hauptstraße ist eine Einbahnstraße. Endgültig festgezurrt ist die Regelung nach der einjährigen Versuchsphase allerdings noch nicht.

Kirchhellen

, 14.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Jahr lang ist der Verkehr nur in einer Richtung durch die Hauptstraße geflossen. Jetzt ist der Versuch offiziell beendet - und die Verkehrsregelung bleibt erst mal bestehen. Zumindest, bis das Wohn- und Geschäftshaus auf dem einstigen Dickmann-Kessler-Grundstück und die „Kirchhellener Arkaden“ auf dem ehemaligen Baustoffmann-Gelände fertig sind - zwei Baustellen, die immer mal wieder Verkehrsbehinderungen mit sich bringen.

Da erschien dem Straßenverkehrsamt die Einbahn-Regelung als eine willkommene Entlastung. Auch in der Politik scheinen die Zeichen auf Einbahnstraße zu stehen. Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder ist davon überzeugt, dass die Einbahnregelung zwischen Schulstraße und Schulze-Delitzsch-Straße auch nach Fertigstellung der beiden Baumaßnahmen bleibt. „Manche Gewerbetreibende haben zwar immer noch gemischte Gefühle“, berichtet Schnieder von seinen Gesprächen in Kirchhellen, „aber die Bürger sehen die Maßnahme überwiegend positiv. Manche wünschen sich sogar eine totale Sperrung.“

Handel will keine totale Schließung der Straße

Damit könne sich der Handel allerdings gar nicht anfreunden, erzählt Schnieder. „Die Kaufleute machen immer wieder deutlich, wie wichtig ihre direkte Erreichbarkeit für ihr Überleben ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir da einen guten Kompromiss für alle Seiten gefunden haben.“

In Gesprächen mit den Bürgern werde teilweise auch eine Umkehrung der Einbahnrichtung präferiert. Schnieder: „Ich fürchte allerdings, dass das mit einem riesigen Aufwand und erneuter großer Unruhe verbunden wäre.“ Und ob es wirklich Vorteile habe, sei nicht absehbar. Man müsse das sicher noch mal diskutieren.

SPD kann sich noch mehr Verkehrsberuhigung vorstellen

Diskutieren will auch die SPD. Auch ihr Sprecher Willi Stratmann sieht insgesamt eine große Akzeptanz der Bürger und Kaufleute für die Einbahnstraßenregelung. Er freut sich darüber, dass „Verkehrsberuhigung auch in Kirchhellen gut ankommt“. Die Sozialdemokraten habe das ermutigt, das Thema weiter zu verfolgen. „Wir wollen die Bürger einbeziehen und auf Versammlungen und Befragungen demnächst ein Konzept für die Hauptstraße erarbeiten.“

Vorschlag: An der Schulstraße das Rechtsabbiegen erlauben

Für die CDU hat Ludger Schnieder schon einen ersten Verbesserungsvorschlag formuliert: „Wir müssen uns was einfallen lassen, damit auf der Hauptstraße das Tempolimit von 20 km/h besser eingehalten wird. Zum Beispiel Barrieren durch Blumenkübel oder ähnliches einbauen.“ Und an der Einmündung Schulstraße/Hauptstraße sei vielleicht zu überlegen, das Rechtsabbiegen in Richtung Oberhofstraße zu erlauben, damit niemand, der eigentlich gar nicht durchs Dorf fahren will, durch ein Linksabbiegegebot dazu gezwungen werde.

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