Hansa-Center Bottrop am Ende Pleite des Investors birgt Chance für die Stadt

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Das Hansa-Center in der Bottroper Innenstadt
Viele Bürger würden einen Abriss des Schandflecks Hansa-Center begrüßen. © Petra Berkenbusch
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Todesurteil für das Bottroper Hansa Center: Die Fakt AG hat Insolvenz angemeldet, die mehr als vollmundig angekündigte „Entwicklung“ des brachliegenden Einkaufszentrums mit Multiplex-Kino, Gastronomie, Hotel und Geschäften ist am Ende.

In Bottrop haben viele Akteure diese Nachricht mit Erleichterung aufgenommen, denn nach Ansicht vieler Bürgerinnen und Bürger birgt sie die einzige Chance, aus dem innerstädtischen Schandfleck doch noch etwas Gutes zu machen.

Stadt will Immobilie kaufen

Das hofft auch Oberbürgermeister Bernd Tischler, der in der vorigen Woche im Rathaus ankündigte, dass die Stadt die Immobilie „nicht mehr dem freien Markt überlassen“ werde. Die Stadt hat sich demnach in dem Vertrag mit der Fakt AG ein Vorkaufsrecht gesichert, für den Fall, dass auch dieser Investor sich an dem Projekt verhebt.

Als ersten Schritt will die Stadt Bottrop nun ein Gutachten zur Ermittlung des Verkehrswertes erstellen lassen. Parallel dazu will sie ein Nutzungskonzept für die Fläche entwickeln und dieses Konzept in die politischen Gremien zur Beratung geben. Mit einer schnellen Lösung ist nicht zu rechnen.

Gegenüber vom Hansa-Center liegt die ehemalige Karstadt-Immobilie weiterhin in einem ungepflegten Dornröschenschlaf. Auch dort sieht’s nach Handlungsbedarf für die Stadt aus.