Gefährdet die neue Feuerwache den Kiebitz und das Klima?

Nabu warnt

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) kritisiert die Standort-Auswahl für die neue Feuerwache. Der Kiebitz sei in Gefahr. Und der Mensch und das Klima sind es sowieso.

Kirchhellen

, 20.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neue Feuerwache gefährde den Kiebitz, beklagt der Naturschutzbund.

Die neue Feuerwache gefährde den Kiebitz, beklagt der Naturschutzbund. © picture alliance / Roland Scheid

Die Umweltschützer des Nabu üben harsche Kritik am geplanten Standort für die neue Feuerwache. Überfallartig und ohne Diskussion sei der in einem landschaftlich besonders geschützten Gebiet festgelegt worden, klagt Stefan Voßschmidt, Vorsitzender des Nabu Bottrop.

Eine Beteiligung der Anwohner sei ebenso Fehlanzeige wie die Beachtung der Belange der Natur. Voßschmidt: „In Kirchhellen soll nicht nur in einer Frischluftschneise gebaut werden, sondern es wird ein Kiebitzbrutgebiet zerstört. Diese streng geschützten Tiere waren für Kirchhellen prägend. Jetzt stehen sie vor dem Aussterben. Eine ökologisch wertvolle, landwirtschaftlich genutzte Fläche fällt weg. Flächenfraß scheint kein Thema zu sein.“

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Das Bebauen wertvoller Flächen beschleunige den Klimawandel. Auch der Lärm könne zu einem Problem für die Menschen in der Nachbarschaft werden. Lärm führe zu Stress und verkürze die Lebenserwartung. Der Nabu fragt: „Wurden derartige Fragen auch nur diskutiert? Wurde diskutiert, dass die Planung gültigem Recht (Flächennutzungsplan) widerspricht?“

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Es sei nicht einmal klar, welche Straßen womöglich noch ausgebaut werden müssen, damit die Einsatzfahrzeuge schnell zu ihren Einsatzorten kommen können. Der Nabu Bottrop bestehe auf sachgerechten Antworten, erklärt Voßschmidt und regt eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Kirchhellen an.

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