Gebürtiger Grafenwälder Timo Herzog glaubt wieder an Wunder

dzUngewöhnlicher Fund

„Ich glaub seit gestern wieder an Wunder“, schrieb Timo Herzog, gebürtiger Grafenwälder, neulich bei Facebook. Und das, was er erlebt hat, ist wirklich außergewöhnlich ungewöhnlich.

von Maria Dehling

Grafenwald

, 09.10.2020, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was war eigentlich 2006: Es war das Jahr des deutschen Sommermärchens, der Fußball-WM in Deutschland, Angela Merkel regierte unser Land nun schon seit einem Jahr – und an der Hiesfelder Straße wurden abends die Gewinner des alle drei Jahre stattfindenden Bobrennens, wieder einmal KC Rompas-Tompas, kräftig gefeiert. Mit dabei: Timo Herzog - und genau dort verlor er damals „zu später Stunde“ seine Geldbörse.

Das Wunder passierte 14 Jahre später

Heute, wir schreiben das Jahr 2020 – immerhin 14 Jahre später. „Mutter rief mich an, ein Päckchen mit weichem Inhalt sei ihnen vom Briefträger am Ottenschlag zugestellt worden“, erzählt der immer noch verblüffte Timo Herzog. „Beim Öffnen habe ich an alles gedacht, nur nicht an mein verloren gegangenes Portemonnaie. „Sollte da einer aus dem Dorf mitgeholfen haben, möchte ich mich auf diesem Weg bedanken, unglaublich.“

Der Inhalt erzählt aus dem Leben von Timo Herzog – 14 Jahre später: Ob Kneipengänge, Hobbys, Studienorte, typische Feste und vieles mehr. Ein gutes Gefühl, sich nach solch langer Zeit über diesen ungewöhnlichen Weg daran erinnern zu dürfen.

Der Inhalt erzählt aus dem Leben von Timo Herzog – 14 Jahre später: Ob Kneipengänge, Hobbys, Studienorte, typische Feste und vieles mehr. Ein gutes Gefühl, sich nach solch langer Zeit über diesen ungewöhnlichen Weg daran erinnern zu dürfen. © Maria Dehling

Und was ließ sich nicht noch alles darin finden: Ausweis der Bauernolympiade 2001, Studentenausweise, Mitgliedskarte des Reitervereins Grafenwald, Visitenkarte der Gaststätte „Schwarzer Igel“ und vieles mehr. Die EC-Karten natürlich nicht mehr. Die hatte Timo auch direkt nach dem Verlust sperren lassen. „Der Inhalt des Portemonnaies spiegelt heute wesentliche Eckpunkte meines damaligen Lebens wider“, kann er es immer noch nicht fassen, dass er alles zurückbekam. „Das musste ich einfach auf Facebook teilen. Ich habe 170 ‚Gefällt mir‘ erhalten, davon ein Drittel Bekannte und zwei Drittel, die ich nicht persönlich kenne. Es wäre schön, wenn es zu einem Schneeballeffekt kommen würde. Meine Geschichte sollte möglichst viele Menschen motivieren, ähnlich zu handeln.“

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Kleiner Hinweis: Gefundene Gegenstände, die postalische Bestimmung und gegebenenfalls die Zustellung übernimmt das „Servicecenter Briefermittlung“ der Post mit Sitz in Marburg. Mehr unter www.paketda.de/hilfe/ermittlungsstelle.php

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