Gaststätte muss weichen

2 Millionen Investition

Seit 1830 steht das Gasthaus Dickmann an der Hauptstraße 32, aber auch seit knapp zwei Jahren leer. Jetzt soll an dieser Stelle etwas Neues entstehen.

KIRCHHELLEN

, 28.09.2017, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gaststätte muss weichen

So soll das neue Gebäude an der Hauptstraße in Zukunft aussehen.

Das Haus, in dem sich bis November 2015 die Gaststätte Dickmann-Keßler befand, soll abgerissen werden. An der Stelle soll ein neuer Wohnkomplex entstehen. Das Architekturbüro Nikolic und Rosenke kaufte das Grundstück vor gut einem Jahr. „Mit dem Abriss könnten wir wahrscheinlich Ende Oktober, Anfang November beginnen“, gibt Christoph Rosenke auf Anfrage bekannt. Im Frühsommer 2019 sollen hier neun neue Wohnungen stehen. „Wir warten noch die Baugenehmigung ab. Die sollte aber nächste Woche eingehen“, sagt Rosenke. Sein Plan: Nach dem Abriss solle möglichst schnell der Neubau beginnen. Insgesamt habe das Architektenbüro mehr als zwei Millionen Euro in das Bauprojekt investiert.Gewerbefläche entsteht Auf drei Ebenen sollen neun Wohnungen entstehen und im Erdgeschoss der Immobilie eine rund 225 Quadratmeter große Gewerbefläche. Auf jeder Ebene soll es je drei Wohnungen geben. Zwei größere, die zwischen 93 und 111 Quadratmeter groß sind, und eine kleine Wohnung, die 52 Quadratmeter misst. Die größeren Wohnungen halten dann zwei bis drei Zimmer bereit. Von den neun Wohnungen seien „bestimmt schon 40 Prozent reserviert“, so Rosenke. Das Architektenbüro schafft Wohnungen, die „barrierearm“ sind. Das heißt, dass es einen Aufzug, breite Türen und bodenbündige Duschen geben soll. Es ist auch geplant, dass die Zugänge zum Haus stufenlos gestaltet werden sollen. „Es kann aber sein, dass es noch manche Türschwellen gibt. Darum eben barrierearm“, sagt der Diplom-Ingenieur. Dabei seien die Wohnungen nicht nur für Menschen mit Behinderung gedacht. „Auch junge Paare können hier schön wohnen.“"Schlüsselfertige" Wohnungen  Neue Parkettböden und frisch gestrichene Wände sollen für „schlüsselfertige“ Wohnungen sorgen, damit neue Mieter unkompliziert einziehen können, so der Architekt. Dabei soll das Gebäude auch energiesparend sein. „Es gibt das Energieeinspargesetz, dem wir gerecht werden müssen“, erklärt Rosenke. Die Firma verwendet zum Beispiel eine Dreifachverglasung bei den Fenstern und sorgt für eine „gute Dämmung“. Der Architekt betont einen möglichen Pluspunkt: „Neue Mieter könnten von der KFW-Bank günstige Kredite bekommen, weil es sich um ein Energiesparhaus nach KFW 55 handelt.“

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