Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen: „Der Kitt ist die Kameradschaft“

Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen wurde der Einsatz von 13 Kirchhellenern im Rhein-Sieg-Kreis während der Hochwasserkatastrophe besonders hervorgehoben.
Zu sehen sind frisch beförderte Kameraden, Geehrte, die Ortswehrführung und der Stellvertretende Amtsleiter bei der Generalversammlung im Gerätehaus in Kirchhellen. © Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen

Normalerweise findet die Generalversammlung jährlich im Januar statt. Dieses Jahr wurde sie aufgrund der Corona-Pandemie ausnahmsweise in den Sommer verlegt. Sie fand im Gerätehaus an der Schulstraße statt.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Neuwahlen des Vorstands. Dieter Heidermann wurde als Vorsitzender gewählt, Norbert Niewerth als stellvertretender Vorsitzender, Sebastian Geyer als Kassierer und Simon Glogowski als Schriftführer. Der Vorstand wurde einstimmig für erneut zwei Jahre verpflichtet. Beisitzer sind Jan Bertlich, Florian Bremer und Carsten Schröer.

Außerordentliches Engagement während der Flutkatastrophe

Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr war vielfältig, wenn auch die Zahlen im Vergleich zu den vorherigen Jahren rückläufig sind. Der unermüdliche Einsatz von 13 Kirchhellenern im Rhein-Sieg-Kreis während der Hochwasserkatastrophe wurde von Andreas Schaefer gesondert hervorgehoben. Bei einem 36-Stunden-Einsatz Mitte Juli unterstützte die Ortswehr Kirchhellen auf Anforderung der Bezirksregierung in Swisttal-Odendorf hauptsächlich bei der Rettung von Menschen, die vom Wasser eingeschlossen waren.

„Massive Überflutungen und teilweise unvorstellbare Zerstörung stellten dabei immer wieder große Herausforderungen dar“, heißt es im Einsatzbericht.

Neuer Standort ist ein sensibles Thema

Doch auch die aktuelle Situation rund um den Gerätehausneubau in Kirchhellen war ein sensibles Thema am vergangenen Freitag. Oberbrandrat Schaefer bedauere „die Eskalation in Zusammenhang mit der in der Presse sehr präsenten Bürgerinitiative.“ Besonders für ehrenamtliche Brandschützer sei der Eindruck, nicht gewollt zu sein, schwer begreiflich und schmerzhaft. Dieter Heidermann betonte, dass die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen nach wie vor die Pläne der Stadt für den vorgesehenen Standort geschlossen unterstütze. Außerdem versichert er, die Ausschreibungen und Planungen seien weiterhin auf einem guten Weg.

Zahlreiche Beförderungen durch den Oberbrandrat und Jubiläen sorgten für heitere Stimmung im Gerätehaus. Wenn die Pandemiezeit auch für einige Herausforderungen gesorgt hat, da der Übungsbetrieb lange Zeit nur eingeschränkt möglich war, hat sich laut Vertrauensmann Rainer Kahnert insbesondere eines herauskristallisiert: „Der Einsatz- und Übungsbetrieb sind das Fundament. Aber der Kitt ist die Kameradschaft.“

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.