Feuerwehr so oft im Einsatz wie noch nie

Folgen der Unwetter

122-mal war die Kirchhellener Freiwillige Feuerwehr im vergangenen Jahr im Einsatz – so oft wie noch nie zuvor. 62-mal ging es dabei um den Bereich der technischen Hilfeleistung. Damit wurde der Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre mehr als verdoppelt.

Kirchhellen

, 05.02.2017 / Lesedauer: 2 min
Feuerwehr so oft im Einsatz wie noch nie

Vorsitzende, Beförderte, Geehrte und Neu-Ruheständler der Kirchhellener Wehr (v.l.): Dieter Heidermann, Ludger Schnieder, Norbert Deffte, Heinrich Spirres, Matthias Hülswitt, Rainer Kahnert, Michael Hasebrink, Michael Schönhaus, Daniel Stumpf, Fabian Ladzinski, Phil Plechinger, Norbert Niewerth, Georg Diericks, Sebastian Geyer, Marco Fockenberg und Kim Heimann.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Allein 30 dieser Einsätze fallen unter das Stichwort „Unwettereinsatz“. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Verkehrsunfälle, beispielsweise auf der Autobahn 31. 57-mal musste die Kirchhellener Ortswehr zu Bränden ausrücken – darunter befanden sich tatsächliche Brände sowie Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen. Außerdem wurde die Wehr zu drei Umwelteinsätzen gerufen. Dabei handelte es sich um einen Gefahrengutfund sowie die Beseitigung von Ölspuren.

Zum 31. Dezember 2016 hatte die Kirchhellener Feuerwehr 73 Mitglieder. 58 davon sind im aktiven Dienst, 15 in der Ehrenabteilung. Insgesamt konnten sieben Neuzugänge begrüßt werden: Jens Eikenkamp, Martin Gromoll, Lukas Heitmann, Marcel Petek, Martin Schneider, Tim Schulte-Bockum und Georg Steinmann. Demgegenüber stehen sechs Austritte.

Besondere Übung

Diverse Lehrgänge wurden von den Mitgliedern im vergangenen Jahr besucht: So absolvierten einige Ehrenamtliche den Grundlehrgang mit Prüfung zum Truppmann, andere bestanden die Prüfungen im Sprechfunkverkehr sowie zum Kettensägenführer, Pumpenmaschinisten und Atemschutzgeräteträger. Eine besondere Übung gab es für die Kirchhellener im März 2016: Sie hatten die Möglichkeit, auf dem Übungsgelände des Instituts der Feuerwehr in Münster einen Tag lang verschiedene Einsätze durchzuspielen.

Bei der diesjährigen Generalversammlung dankten Ortswehrführer Dieter Heidermann sowie der Leiter der Feuerwehr Bottrop, Branddirektor Kim Heimann, nicht nur den Mitgliedern für ihren Einsatz, sondern auch deren Familien. So leistete die gesamte Freiwillige Feuerwehr Bottrop beispielsweise allein 3000 Einsatzstunden innerhalb von nur fünf Tagen bei der Beseitigung von Unwetterschäden.

Erbärmlicher Zustand

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand das nicht enden wollende Thema Gerätehaus „Auf der Bredde“ und dessen sanierungsbedürftiger Zustand. „Das gesamte Gebäude befindet sich in einem erbärmlichen Zustand“, fasste Dieter Heidermann die Situation zusammen. Es sei zudem absehbar, dass zukünftig beschaffte Feuerwehrfahrzeuge der neuen Norm von den Ausmaßen her gar nicht mehr in die Fahrzeughalle passen würden. Kim Heimann konnte bei diesem Thema nur an die Politik verweisen, auf deren Entscheidung auch er seit längerer Zeit warte.  

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