In Kirchhellen-Mitte leben besonders viele Senioren. Das geht aus dem neuen Sozialbericht der Stadt hervor. In Feldhausen gab es 2019 besonders viele Zuzüge. © Ronny von Wangenheim (A)
Demografie

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Der Sozialbericht zeigt, wie sich Kirchhellen demografisch entwickelt. Feldhausen konnte 2019 besonders viele Zuzüge verzeichnen, während im Ortskern besonders viele Senioren wohnen.

Bottrop ist eine Stadt mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Stadtteilen. Das ist nicht unbekannt, wird aber erneut durch den aktuellen Sozialbericht der Stadt untermauert. Kirchhellen übernimmt dabei in vielen Dingen eine Sonderposition.

117.034 Menschen lebten zum Stichtag 31. Dezember 2019 in Bottrop. Damit ist Bottrop die kleinste Großstadt im Ruhrgebiet. Rund 88 Prozent der Bevölkerung leben im südlichen Teil der Stadt. Unterteilt ist die Stadt in 17 statistische Bezirke – in Kirchhellen sind das Kirchhellen-Nord-West, Kirchellen-Nord-Ost, Kirchhellen Süd/Grafenwald und Kirchhellen-Mitte.

Flächenmäßig der größte Bezirk ist Kirchhellen-Nord-West. Dort leben auch die wenigsten Menschen (1.436). Die meisten Menschen leben im Eigen (12.295). Die höchste Bevölkerungsdichte herrscht in der Altstadt – dort kommen auf einen Quadratkilometer 8.300 Menschen. Kirchhellen hat eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Eine Ausnahme bildet dabei Kirchhellen-Mitte, dort leben 11.172 Menschen.

Die Bevölkerungszahl in Bottrop ist laut Sozialbericht bei leichten Zuwächsen in den letzten Jahren konstant. Dennoch gibt es zwei Entwicklungen. Zum Einen sterben mehr Menschen, als dass es Geburten gibt. 2019 standen 1.039 Geburten 1.473 Todesfällen gegenüber). Diese Kluft scheint sich über die Jahre leicht zu verringern, dennoch sorgt sie für eine negative Bevölkerungsentwicklung.

Baugebiete – wie das am Gertskamp – sorgten für viele Zuzüge in Feldhausen. © Guido Bludau (A) © Guido Bludau (A)

Für eine positive Entwicklung sorgt hingegen, dass mehr Menschen nach Bottrop ziehen, als aus Bottrop weg. 2019 kamen beispielsweise 4.813 Menschen in die Stadt, während nur 3.699 Bottrop verließen. Besonders viele Zuzüge gab es laut Bericht im Bereich Kirchhellen-Nord-Ost – dort standen 100 Fortzüge 269 Zuzügen gegenüber. „Flächenentwicklungen haben unter anderem im Bezirk Kirchhellen-Nord-Ost Wirkung gezeigt. Hier waren überdurchschnittliche Wanderungsgewinne zu verzeichnen“, heißt es dazu im Sozialbericht. Genau anders herum ist es in Kirchhellen-Mitte und Nord-West – dort gab es mehr Fortzüge.

Dass die Bottroper Bevölkerung immer älter wird, ist nicht neu. Während über die Jahre konstant viele Kinder und Jugendliche in der Stadt wohnten (15,6 Prozent), nimmt der Anteil der erwerbsfähigen Personen an der Bottroper Gesamtbevölkerung ab (61,7 Prozent). Gleichzeitig gibt es immer mehr Senioren in der Stadt (22,7 Prozent).

In Kirchhellen-Nord-Ost leben viele Kinder und Jugendliche

Bei den Kindern und Jugendlichen gab es besonders in Kirchhellen-Nord-Ost eine überdurchschnittliche Wachstumsrate. Seit 2014 ist ihr Anteil an der Bottroper Gesamtbevölkerung um durchschnittlich 1,6 Prozent pro Jahr gewachsen. Diese Veränderung ist drei Mal so groß wie in der Gesamtstadt. Im Bereich Kirchhellen-Nord-West hingegen wohnen besonders viele Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, in Kirchhellen-Mitte verhältnismäßig wenige.

Mehr als jede fünfte Person in Bottrop war 2019, so steht es im Sozialbericht, 65 Jahre oder älter. Überdurchschnittlich viele Senioren wohnten beispielsweise in Kirchhellen-Mitte (26,4 Prozent). Die anderen Kirchhellener Bezirke weisen wesentlich geringere Anteile an Senioren auf. Trotzdem hat dieser Anteil in Kirchhellen-Nord-West seit 2014 jährlich um 2,6 Prozent zugenommen. Die Senioren, die in Kirchhellen leben, sind jedoch eher jünger und selten hochbetagt.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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