Erdreich musste abgetragen werden

Nach Tanklaster-Unfall

Der Unfall am Donnerstagmorgen auf der A 31 sorgte für großen Handlungsbedarf, auch im Nachhinein. Denn 4000 Liter Heizöl sickerten in den Boden. Dieser musste abgetragen werden.

KIRCHHELLEN

von Von Volker Petersen

, 13.04.2012, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es habe Handlungsbedarf bestanden, sagte Mussenbrock. Wenn man noch das Wochenende abgewartet hätte, wäre möglicherweise Heizöl ins Grundwasser gelangt und hätte damit die Trinkwasserversorgung bedroht. Das entstandene Loch wurde Freitag Mittag mit frischem Mutterboden verfüllt. Die Polizei hat unterdessen mitgeteilt, dass sich der Schaden nach dem Tanklastunglück auf 120.000 Euro beläuft. Der LKW-Fahrer schwebe nicht in Lebensgefahr. Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Wegen des Unfalls schwoll der Verkehr im Ortskern von Kirchhellen stark an, da die Autofahrer die gesperrte A 31 verlassen mussten und erst in Dorsten wieder auffahren konnten.

Die verseuchte Erde wird nun bei einer Dorstener Firma zwischengelagert, die über abgedichtete Spezial-Container verfügt. In einigen Tagen übernimmt dann eine Essener Entsorgungsfirma die als „gefährlicher Abfall“ deklarierte Erde. Das schnelle Eingreifen wurde möglich, weil die Untere Wasserbehörde nach der Räumung der Unfallstelle den Schaden begutachtete und sofort in Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei vom Landesbetrieb Straßen-NRW die Spezialfirma beauftragte. Das teilte der Bottroper Stadtsprecher Andreas Pläsken mit. Die Spedition habe außerdem signalisiert, die Kosten für die Aufräumarbeiten übernehmen zu wollen.

Ein Nachspiel hat der Unfall des Tanklastzuges aber auch für Dorsten. Denn Teile des Heizöls flossen in den Schölzbach. Bereits am Donnerstag sicherte die Dorstener Feuerwehr den Bach mit Ölsperren.

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