Eichenprozessionsspinner macht sich auch am Movie Park breit

dzEichenprozessionsspinner

Eichen im gesamten Bottroper Stadtgebiet sind von den Raupen befallen. Die Fachfirmen kommen bei der Beseitigung nicht nach.

Kirchhellen

, 14.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Rot-weißes Flatterband sieht man in Kirchhellen und im gesamten Bottroper Stadtgebiet momentan allerorts. Die Stadt weist damit auf vom Eichenprozessionsspinner (EPS) befallene Bäume hin - zum Beispiel an der Kreuzung Bottroper/Hauptstraße, aber auch am Movie Park in Feldhausen. Die Härchen der Insekten lösen bei vielen Bürgern Hautausschlag oder Atemnot aus.

„Die befallenen Bäume erstrecken sich leider über das gesamte Stadtgebiet. Ich schätze, dass nur wenige Eichen nicht befallen sind“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken auf Anfrage der Redaktion.

Bäume in Bottrop im Frühjahr bereits besprüht

Dabei hatte die Stadt vorsorglich im Frühjahr im vergangenen Jahr betroffene Bäume besprüht. Diese wurden in diesem Jahr dann auch verschont, aber die Invasion ist trotzdem nicht aufzuhalten. Die Stadt kommt mit der Beseitigung der Eichenprozessionsspinner kaum nach.

Das liege vor allem daran, dass die darauf spezialisierten Firmen „vollkommen ausgelastet“ seien, so Pläsken. Viele Mitarbeiter würden mittlerweile auch streiken und wollten die anstrengende und schweißtreibende Arbeit nicht mehr machen. Hinzu käme, dass trotz Schutzanzügen auch die Mitarbeiter nicht immer von Hautausschlag und Atemproblemen verschont blieben.

Schulen und Kindergärten gehen bei der Beseitigung vor

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen bei der Beseitigung der EPS laut Pläsken Schulen und Kindergärten. „An vielen Stellen bleibt uns ansonsten aber nur das Flatterband.“

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Auch der Movie Park hat mit den Raupen zu kämpfen. Dort warnen Hinweisschilder und Absperrungen die Besucher vor befallenen Bäumen. Entlang der Warner Allee am Parkplatz Lohbraucksweg sind die Bäume mit Flatterband gekennzeichnet. „Das Parkteam wird die Situation natürlich weiterhin beobachten und im Bedarfsfall weitere Maßnahmen einleiten“, so Parksprecherin Ann-Katrin Dölken.

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