Edgar Galster tönt Scheiben und foliert Autos in Kirchhellen

dzCarstyling

Irgendwas mit Autos - das ist immer noch ein beliebter Berufswunsch. Edgar Galster ist in dieser Branche tätig. Sein Job ist jedoch nicht gewöhnlich: Er betreibt ein Car Styling Center.

Kirchhellen

, 06.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Wer zu Edgar Galster kommt will auffallen. Heute allerdings nicht mehr so sehr wie früher. Der Kirchhellener ist Inhaber des CSC Bottrop, einem Car Styling Center in Kirchhellen. Für seine Kunden macht er von Scheibentönungen über Fahrzeugfolierungen bis zu Verglasungen alles, was das Autoherz höher schlagen lässt.

Zu dem ausgefallenen Job ist der Kirchhellener über ein Jahrespraktikum gekommen. Schnell war er begeistert: „Für mich stand fest, dass ich in diesem Beruf auch später arbeiten möchte. Deshalb habe ich dort auch meine Ausbildung gemacht.“ Seit über 13 Jahren foliert er mittlerweile Autos und tönt Scheiben. Als die Firma, bei der er angestellt war, pleite ging, eröffnete er vor rund 2,5 Jahren sein eigenes Unternehmen.

Die Kunden sind unterschiedlich

Bei den Menschen aus dem Ruhrgebiet kommt das gut an, berichtet der Kirchhellener: „Über die Auftragslage kann ich mich nicht beschweren.“ Besonders im Sommer wollen viele Leute ihr Auto „stylen“ lassen: „Da bin ich immer unterwegs. Aber auch im Winter haben wir zu tun.“

Seine Kunden kommen nicht nur aus Kirchhellen und der näheren Umgebung. Aus dem ganzen Ruhrgebiet bringen die Menschen ihre Autos ins Dorf, um ihnen eine neue Optik zu geben. Alter und Geschlecht seiner Kunden sind breit gefächert, berichtet der Kirchhellener: „Da sind Menschen aus allen Schichten im Alter von 18 bis 50 dabei.“

Wenn es um die Folierung der Fahrzeuge geht, ist das Muster von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Edgar Galster erfüllt die Wünsche seiner Kunden, ganz egal wie verrückt diese sind: „Da hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Vor kurzem hatten wir einen Kunden, der ein ausgefallenes Muster im Internet gefunden hat. Das haben wir so originalgetreu wie möglich nachgebaut.‘‘

Camouflage war gestern, dezent ist gefragt

Nicht immer kann Edgar Galster die Vorstellungen seiner Kunden nachvollziehen. Doch das stört ihn nicht: „Natürlich sind nicht alle Muster genau mein Geschmack. Aber es muss den Kunden am Ende gefallen, das ist das Wichtigste.“

Trotz aller Individualität kann der Kirchhellener bei den Mustern in den vergangenen Jahren einen klaren Trend erkennen. Während vor zehn Jahren noch das Camouflage-Muster bei den Autoliebhabern hoch im Kurs stand, setzen die Kunden von Edgar Galster heute auf dezentere Muster: „Viele wollen schlichte Farben und auch die Muster sind oft nicht mehr so verrückt. Die Menschen wollen nicht mehr so sehr auffallen.“

Wer einmal eine Scheibentönung hatte, kann nicht mehr ohne

Und auch bei den getönten Scheiben, der beliebtesten Dienstleistung im Car Styling Center, haben sich die Wünsche der Kunden gewandelt. Während früher fast ausschließlich die stärkste Verdunkelung auf die Scheiben geklebt wurde, ist heute mehr Helligkeit gefragt: „Wer einmal eine Tönung hatte, kann auch bei seinem nächsten Auto nicht mehr ohne. Aber vielen reicht da heute eine ganz geringe Verdunkelung.“

Bei seinem eigenen Auto hat Edgar Galster allerdings nur wenig Hand angelegt. Lediglich ein kleiner Schriftzug ziert die Seite. Ausgeflippte Motive sieht er während seiner Arbeit genug.

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