Die Dorf-Apotheke ist eine von vielen Apotheken, die auf das System zur Erstellung eines digitalen Impfpasses zugreifen kann. © Valerie Misz
Digitaler Impfpass

Dorf-Apotheke in Kirchhellen stellt den digitalen Impfpass aus

Hat der Impfpass aus Papier ausgedient? Noch sind die Systeme für die digitale Alternative aber teilweise maßlos überlastet. Auch die ersten Kirchhellener wollen ihren digitalen Pass haben.

Seit Montag, 14. Juni, bietet auch die Dorf-Apotheke die Ausstellung einer digitalen Alternative für den herkömmlichen Impfpass an. Durch diesen soll der zweifache Impfnachweis für die Gastronomie, soziale Zusammenkünfte sowie verschiedene Freizeitangebote vereinfacht werden.

Vor allem aber auch das Reisen innerhalb der EU soll damit einfacher gestaltet werden. Jeder, der gegen das Coronavirus geimpft wurde, kann folglich in den Apotheken eine Registrierung vornehmen lassen, um daraufhin einen QR-Code mit der Impfbestätigung in die Corona-Warn-App oder den Cov-Pass einzupflegen. Hat jemand kein Smartphone, kann der Code alternativ händisch vorgezeigt werden. So viel zur Theorie. Die große Frage, die sich stellt, ist: Funktioniert das wirklich?

18.000 Apotheken greifen auf ein System zu

Das Ausstellen des digitalen Impfpasses ist mit dem entsprechenden Programm kein Problem. Es müssen lediglich der Personalausweis und der Impfpass vorgezeigt werden. „Den Impfpass kopieren wir dann vor Ort“, erklärt Apotheker Tobias Petri von der Dorf-Apotheke.

Er weiß allerdings auch: „Die Nachfrage ist vor allem jetzt am zweiten Tag sehr groß und die bundesweite Technik läuft noch nicht flüssig. Wenn man sich vorstellt, dass rund 18.000 Apotheken in Deutschland gleichzeitig darauf zugreifen, kommt es leider automatisch vermehrt zu Problemen. Deswegen überlegen wir jetzt, die Wartezeit auf zwei Tage zu verlängern.“ Es stellt sich die Frage: Ist das System überhaupt schon so weit entwickelt, dass es dem Ansturm standhalten kann?

Mehrwert gerechtfertigt

Weiter ist noch nicht bekannt, wie viele kleinere Betriebe, wie etwa die Eisdiele mit einem Tisch im Innenraum, den QR-Code im Endeffekt überhaupt abfragen können. Die Idee ist gut, die Umsetzung noch verbesserungswürdig. Außerdem ein Problem: Die Apotheken müssen diese zusätzliche Belastung mit dem eigenen Personal – und das kurz vor der Urlaubszeit – stemmen.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Komplikationen schnell von allein erledigen und der digitale Impfpass im Endeffekt tatsächlich eine Erleichterung sein kann.

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