Der Heimatverein Kirchhellen stellt seine neue Ausstellung zum Bottroper Stadtjubiläum vor

Heimathaus Kirchhellen

Am Sonntag hat der Heimatverein Kirchhellen seinen Beitrag zum 100. Geburtstag Bottrops vorgestellt: eine spezielle Ausstellung zur Ortsgeschichte Kirchhellens.

Kirchhellen

, 29.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Der Heimatverein Kirchhellen stellt seine neue Ausstellung zum Bottroper Stadtjubiläum vor

Bis zum 30. Juni ist die Ausstellung zum Stadtjubiläum im Heimathaus zu sehen. © Julian Schäpertöns

Die Jahre 1919 und 1976 waren bedeutsam für Bottrop. Vor 100 Jahren erhielt Bottrop seine Stadtrechte, vor 43 Jahren kam im Rahmen der kommunalen Neugliederung Kirchhellen dazu. Zum Stadtjubiläum zeigt der Heimatverein Kirchhellen nun bis zum 30. Juni die Ausstellung „100 Jahre Stadt Bottrop 1919 - 2019 - seit 1976 mit Kirchhellen“.

Heimatverein fährt gleich zwei Generationen an Vorsitzenden auf

Nicht nur der jetzige Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Peter Pawliczek, auch der allererste Vorsitzende Dr. Richard Brügger begrüßten die Besucher am Sonntagmorgen (28. April) vor dem Heimathaus. Zumindest in Form einer lebensgroßen Nachbildung Brüggers. Während Brügger in Dauerschleife erzählte, dass er den Erhalt der Stadtrechte im Jahr 1919 selbst miterlebt hatte, konnte sich sein Nachfolger an die Eingemeindung im Jahr 1976 erinnern.

Viel ist passiert in den vergangenen 43 Jahren. Die A31, der Movie Park oder die neuen Wohngebiete – wirft man einen Blick auf die Luftaufnahmen von damals, sieht man genau, wie sich Kirchhellen in den vergangenen Jahrzehnten vergrößert hat. Immerhin 5.000 Menschen mehr als noch 1976 leben nun im Dorf. Im Vergleich mit 1919 hat sich die Bevölkerung in den 100 Jahren sogar vervierfacht.

Für Alteingessene und Neubürger

„Die Ausstellung soll aufzeigen, wie sich das Dorf entwickelt hat, Gäste und Neubürger informieren und dokumentieren, dass Bürgernähe im Dorf gelebt wird“, erklärt Peter Pawliczek. Sie soll aber auch vor allem unterstreichen, dass man sich als Bürger der Stadt Bottrop in Kirchhellen wohlfühlt.

Die Konzeption der Ausstellung hat erneut Willi Stein übernommen. Ihm zur Seite standen viele Vorstandsmitglieder sowie mehrere Ämter der Stadt. Der Verein „Natürlich Kirchhellen“ war als weiterer wichtiger Baustein bei den Vorbereitungen beteiligt.

Schüler stellen Linoldrucke aus

Aber auch das Vestische Gymnasium trug seinen Teil dazu bei. Die Klassen 9a und 9b haben im Kunstunterricht bekannte Motive aus Bottrop und Kirchhellen im Linoldruck angefertigt, die im oberen Teil des Heimathauses zu bewundern sind und auch für kleines Geld erworben werden können.

„Diese Ausstellung zeigt mal wieder, was wir gemeinsam alles schaffen können“, betonte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, der selbst in einem Porträt mit seinen Vorgängern in der Ausstellung einen Platz bekommen hat. In einer Amtsstube wird Schnieder hier auch während der Dauer der Ausstellung zur Bürgersprechstunde (jeden zweiten Montag von 15 bis 16 Uhr) die Kirchhellener begrüßen.

Ortsteilpaten erklären ihre Heimat

Neben den zahlreichen Bildern, Karten, Infografiken und Texten werden in den nächsten Wochen auch jeden Sonntag die Ortsteilpaten von „Natürlich Kirchhellen“ vertreten sein und auf die Entwicklung ihres Ortsteiles besonders eingehen. „Zusätzlich werden interessante Filme gezeigt und Dönekes werden dann natürlich auch nicht fehlen“, so Peter Pawliczek.

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