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Gemeinsam mit den Schülern des Vestischen Gymnasiums präsentiert der Heimatverein Kirchhellen zum Stadtjubiläum neben einer historischen Ausstellung auch ganz besondere Kunstwerke.

von Kevin Kallenbach

Kirchhellen

, 06.04.2019 / Lesedauer: 3 min

100 Jahre Bottrop – ab 1976 mit Kirchhellen: So heißt das Motto, unter dem ab dem 28. April (Sonntag) im Heimathaus das Stadtjubiläum geehrt wird. Zur Feier dieses besonderen Datums hat der Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen am Wellbraucksweg eine ganze Reihe Angebote auf die Beine gestellt.

Ausstellung zur Entwicklung Kirchhellens

Im unteren Bereich des Heimathauses wird es eine von Willi Stein vom Verein für Orts- und Heimatkunde kuratierte Ausstellung zu der Entwicklung des Gebiets Kirchhellen geben. Mithilfe von Luftbildern werden die Veränderungen, die Kirchhellen im Laufe der Jahrzehnte durchgemacht hat, plastisch in Szene gesetzt.

So sieht man etwa, wie aus einem Waldgebiet in Feldhausen die Fläche für den Movie-Park wird oder wie stark der Ausbau der Autobahn 31 sich auch bautechnisch auf die Region ausgewirkt hat.

Es geht aber auch abstrakter: So sind statistische Daten über die Bevölkerung Kirchhellens aufgeführt, etwa Geburts- und Todesraten sowie die Gesamtbevölkerungszahl. Der Verein für Orts- und Heimatkunde möchte mit seiner Ausstellung zeigen, dass „Kirchhellen was Besonderes ist“, so der Vereinsvorsitzende Peter Pawliczek.

Bezirksbürgermeister und Stadtteil-Paten kommen zum Heimathaus

Die Ausstellung soll jedoch nicht nur an das Nostalgiegefühl alteingesessener Kirchhellener appellieren. Auch Neubürger sind herzlich eingeladen, sich durch die Ausstellung näher über ihre neue Heimat zu informieren. Dazu wird sonntags jeweils auch einer der Stadtteilpaten Kirchhellens zur Verfügung stehen. Sie werden dann mögliche Fragen über den jeweiligen Stadtteil beantworten.

Auch von politischer Seite wird die Ausstellung unterstützt. Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder wird bis zum Ausstellungsende am 30. Juni (Sonntag) seine Bürgersprechstunde im zweiten Stock des Hauses abhalten. Denn der Verein räumt extra sein Arbeitszimmer für ihn.

Sollte es dazu kommen, dass gleich mehrere Interessierte kommen, kann auch das Foyer für Diskussionen genutzt werden. Die Sprechstunde wird dann 14-täglich montags von 15 bis 16 Uhr abgehalten.

Schüler stellen Linoldrucke aus

Besonders freut sich Peter Pawliczek über das Angebot, das der Verein für Orts- und Heimatkunde im zweiten Stock des Gebäudes anbieten kann. Denn dort ist in Zusammenarbeit mit dem Vestischen Gymnasium eine eigene Kunstausstellung zum Thema entstanden.

Schüler der Klassen 9a und 9b haben Linoldrucke angefertigt. Die Motive sind markante Gebäude Bottrops und vor allem Kirchhellens. So hat sich etwa die Schülerin Hunter Hoffmann für die Johanneskirche entschieden: „Die Johanneskirche ist ein Wahrzeichen von Kirchhellen. Hier kamen ja schon in früheren Zeiten die Menschen zusammen, das war schon ein Anlaufpunkt.“

Das Anfertigen von Linoldrucken sei ein sehr schwieriges Projekt, sagt Kunstlehrerin Friederike Hohenhaus. Die Schüler hätten auf viele Einzelheiten achten müssen, es brauche viel Fingerspitzengefühl und auch ein gewisses Köpfchen.

Hohes Lob von der Schulleitung fürs Projekt

Schulleiter Matthias Plaputta bedankt sich bei dem Förderverein der Schule, der einen Teil der Materialien finanziert hat. Er meint: „Das Projekt ist echt toll geworden. Ich selbst hätte so etwas nicht geschafft.“

Schülerin Linda Buer gesteht: „Es war sehr anstrengende Arbeit. Aber es hat auch Spaß gemacht, mal etwas richtig Praktisches zu machen. Es ist auch schön, die eigene Arbeit in einer Ausstellung zeigen zu können. Ich hoffe, den Besuchern werden unsere Drucke gefallen und jemand kauft auch einen.“

Denn Interessierte können die Kunstwerke der Schüler – bei denen es sich immer um Unikate handelt – auch käuflich erwerben. Genaue Preise für die einzelnen Werke stehen noch nicht fest, werden aber bei der Eröffnung bekannt gegeben werden.

Die Ausstellung „100 Jahre Bottrop – Ab 1976 mit Kirchhellen“ eröffnet am 28. April (Sonntag) um 11 Uhr mit einer Feier. Danach ist sie immer sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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