Vor fast genau einem Jahr hatte sich Peter Pawliczek über die baldige Eröffnung der Niko-Ausstellung im Heimathaus gefreut. Diese musste dann jedoch Corona-bedingt abgebrochen werden. © Manuela Hollstegge (A)
Geschichte

Corona bremste Heimatverein aus – Hoffnungen liegen auf neuem Programm

Das Coronavirus hat im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass so gut wie keine Veranstaltung des Heimatvereins Kirchhellen stattfinden konnte. Einiges soll jetzt nachgeholt werden.

Corona hat den Kirchhellener Heimatverein im vergangenen Jahr ziemlich ausgebremst. Ausstellungen mussten abgebrochen werden oder konnten gar nicht erst an den Start gehen. Das Heimathaus blieb für Veranstaltungen geschlossen. Doch wie geht es im neuen Jahr für den Verein weiter?

„2020 war schon ein ganz besonderes Jahr – auch für unseren Verein. Unser Vereinsleben und unsere Aktivitäten waren unmittelbar von Corona betroffen. So mussten wir unsere Ausstellung mit Bildern des weißrussischen Künstlers Nico wegen Corona abbrechen und seitdem war auch unser Heimathaus für alle weiteren geplanten Veranstaltungen geschlossen“, bilanziert Markus Brandenbusch vom Heimatverein.

Die Hoffnungen liegen jetzt auf 2021 und darauf, ausgefallene Veranstaltungen nachholen zu können. Auf die aktiven Ehrenamtlichen des Verein sei indes Verlass – und das, obwohl sie größtenteils zur Risikogruppe gehörten. „Wir konnten nicht feststellen, dass der Tatendrang, im Verein mitzuwirken, nachgelassen hat“, so Brandenbusch.

So seien die Planungen für das neue Veranstaltungsprogramm genauso engagiert gelaufen, nur eben digital anstatt persönlich. Es gebe einen regen Austausch der Vereinsmitglieder über Mail, WhatsApp, Videochat und „das gute alte Telefon“. Im Sommer seien persönliche Treffen mit Abstand und Maske zudem möglich gewesen.

Noch unklar, ob und wie Veranstaltungen stattfinden können

Das Programm für 2021 steht also – unklar ist jedoch, ob die Veranstaltungen wie geplant stattfinden können. Und selbst wenn das der Fall wäre, ob sie auch besucht werden würden. „Das wird sich erst herausstellen, wenn man sieht, wie es mit den Impfungen weitergeht und welche Lockerungen es gibt und wie unsere Mitglieder und Gäste das persönliche Risiko für sich selbst einschätzen. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass es eine Anlaufzeit braucht, bis wir da wieder Fuß gefasst haben werden“, vermutet Brandenbusch.

Der Heimatverein Kirchhellen möchte 2021 wieder durchstarten und hat ein neues Programm ausgearbeitet.
Der Heimatverein Kirchhellen möchte 2021 wieder durchstarten und hat ein neues Programm ausgearbeitet. © Julian Schäpertöns (A) © Julian Schäpertöns (A)

Wenn möglich soll die bereits für 2020 geplante Ausstellung zu den Schulen Kirchhellens noch im Frühjahr starten. Die ebenfalls ausgefallene Ausstellung zum 100-jährigen Vereinsbestehen des VfB Kirchhellen soll dann am 23. Mai beginnen. Eine weitere Ausstellung ist für Oktober geplant und trägt den Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – Die 70er-Jahre in Westfalen“.

Neben Klassikern, wie dem Panhasessen, der heiter-besinnlichen Stunde zum Advent, dem Grünkohlessen, der Dichterlesung auf Schloss Beck sowie den Seniorennachmittagen, sind unter anderem auch eine Tagesfahrt zum Museum für deutsche Geschichte Bonn und zum Regierungsbunker Ahrweiler im April, eine Busreise ins Altmühltal im Mai sowie eine Fahrt zur Meyer-Werft Papenburg und zur Festung Bourtange im September geplant.

Tour zu Fuß durch Kirchhellen geplant

Außerdem wird es eine Kräuterwanderung durch die Kirchhellener Heide sowie eine „Kneipentour“ zu Fuß durch Kirchhellen im Mai bzw. Juni geben. „Für uns ist es wichtig, dass, wenn es möglich ist, wir bereit stehen und unseren Mitgliedern und Gästen wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm bieten können“, so Markus Brandenbusch.

Die Arbeit von Vereinsmitglied Jan Marien konnte indes unbeeindruckt vom Coronavirus weiterlaufen. Er betreut die Internetseite www.historisches-kirchhellen.de und baut dort „mit viel Akribie“, wie Brandenbusch sagt, ein Online-Geschichtsportal für Kirchhellen auf.

Digitales Projekt des Heimatvereins noch in den Anfängen

Ein weiteres Projekt des Vereins steckt noch in den Anfängen: die digitale Heimatstube. Dafür möchten die Mitglieder einen Touchmonitor im Heimathaus aufstellen. Dort können dann Filme, Fotos und Dokumente interaktiv ausgewählt werden. Markus Brandenbusch vermeldet, dass die Ausstattung für das Projekt angeschafft worden konnte. Jedoch befinde man sich, was die Umsetzung und die Einbindung der technischen Möglichkeiten angehe, noch „im Stadium der Ideenfindung“.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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