Christina Bauer will mit ihren Bildern jetzt richtig durchstarten

dzNachwuchskünstlerin

Lange hat Christina Bauer die Kunst nur als Hobby betrieben. Durch eine Krankheit hat sich das geändert. Jetzt will die 39-Jährige mit ihrer Kunst in die Öffentlichkeit gehen.

Kirchhellen

, 03.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Gerne gezeichnet und gemalt hat Christina Bauer schon immer. Dass die Malerei einmal einen so großen Platz in ihrem Leben einnehmen würde, hätte die Kirchhellenerin aber nicht gedacht: „Ich habe lange nur für mich den Pinsel in die Hand genommen. Da war der Kunst-Leistungskurs in der Schule schon das höchste der Gefühle.‘‘

Oft habe sie sich dabei verglichen mit anderen Schülern und sei der Meinung gewesen, dass sie sich nicht besonders hervorgetan hat und nur durchschnittlich begabt ist, erinnert sie sich. Also nahm sie den Pinsel nur zwischendurch mal zur Hand, tauschte ihn aber oft gegen andere Hobbys ein.

Kunst als Heilung für chronische Schmerzen

Ihre Einstellung änderte sich 2015. Lange Zeit wurde die junge Frau von chronischen Rückenschmerzen geplagt. Eine Diagnose ließ sich nur schwer finden, erinnert sie sich: „Es wurde dann irgendwann erkannt, dass die Schmerzen psychischer Natur sind. Durch die Therapie bin ich dann wieder zur Kunst gekommen.‘‘

Und das wirkte: Dank der Malerei entspannte sich Christina Bauers Rücken deutlich, erinnert sie sich: „Für mich ist das Malen ein wenig der Prozess des Loslassens, den ich so auch auf andere Bereiche übertragen kann. Das habe ich auch im Bezug auf die Rückenschmerzen schnell gemerkt.‘‘

Kunstwerke entstehen aus Zufall

Wenn Christina Bauer zeichnet, dann nutzt sie dafür nicht nur eine Technik. Ihre Bilder sind bunte Collagen aus Acrylfarben, Lack und vielen anderen Materialien, die ihr gerade in die Hände fallen. Oft entstehen ihre Bilder durch Zufall, berichtet die Kirchhellenerin: „Ich habe ein wenig Angst vor der weißen Fläche. Für eine Künstlerin ist das vielleicht nicht unbedingt das Beste, aber dadurch entstehen meine Bilder sehr zufällig.‘‘

Ihr liebstes Bild heißt Levels. Ihre Eltern haben es ihr abgekauft und in ihr Wohnzimmer gehängt. Darauf sei sie sehr stolz, so die Kirchhellenerin: „Natürlich waren es meine Eltern, aber wenn Menschen Geld dafür ausgeben, dass sie dein Bild bei sich aufhängen dürfen, dann ist das schon etwas Besonderes.‘‘

Mit der Kunst an die Öffentlichkeit gehen

Von der Kunst leben kann Christina Bauer bisher jedoch nicht. Seit einigen Jahren arbeitet sie in Essen als kaufmännische Angestellte. Erst vor Kurzem hat sie sich entschieden, mit der Kunst an die Öffentlichkeit zu gehen und so anderen Menschen die Chance zu geben, ihre Kunstwerke anzuschauen.

Diese Möglichkeit haben die Bottroper noch bis zum 6. Januar. So lange sind zwei Kunstwerke der Kirchhellenerin noch in der Jahresausstellung Bottroper Künstler im Quadrat zu sehen. Für Christina Bauer eine schöne Sache und garantiert nicht die letzte Ausstellung, an der sie teilnimmt, sagt sie: „Ich habe mich riesig gefreut, dass meine Bilder für die Ausstellung genommen wurden. So kann es auch in Zukunft weitergehen.‘‘

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