Besuch für die Brezelfamilie und mehr auf dem Johann-Breuker-Platz

dzCorona-Brezeldienstag

Auch ohne Brezelfest war es am „Brezeldienstag“ doch ein bisschen blau im Dorf. Die Brezelfamilie bekam Besuch und es gab viel zu sehen auf dem Johann-Breuker-Platz.

von Maria Dehling

Kirchhellen

, 11.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon morgens gingen Kinder mit ihrem Brezelkittel zur Schule. Frauengruppen trugen das rote Brezel-Shirt beim Einkauf und trafen sich zum Frühstück. Die kleine Brezelfamilie auf dem Johann-Breuker-Platz trug an diesem besonderen Tag selbstverständlich das klassische rote Brezeltuch. Da blieb auch ein kleiner Dreijähriger erstaunt stehen und fragte verblüfft: „Mama, der Brezelmann trägt heute keine Maske, so sieht der viel besser aus.“

Sinnbild für geselliges Beisammensein

Brezelaner und Brezelanerinnen fuhren, mit Brezelkittel gekleidet, mit dem Rad durchs Dorf und grüßten das Trio, vermutlich auch etwas wehmütig. Das kleine Trio war an diesem besonderen Brezeltag im Corona-Jahr wohl auch das Sinnbild für geselliges Beisammensein. Gegen 14 Uhr bekam das Trio weiteren Besuch. Es wurden Tische aufgestellt, Leitungen verlegt und Waffeleisen angeschlossen. Die Kirchhellener Brezel-Waffelschwestern – natürlich mit Mund-Nasenschutz, Handschuhen und der Genehmigung der Stadt Bottrop ausgestattet – bekamen alle Hände voll zu tun.

Jetzt lesen

Ob Geschäftsleute, Familien, Jugendliche oder auch die kleine Frauengruppe, die sich mit ihren Rollatoren nach dem Seniorengottesdienst auf den Weg gemacht hatten, gesellten sich auf die bereit gestellten Bänke und ließen sich gern mit Waffeln verwöhnen. „Es ist doch schön, dass wir ein bisschen Brezeldienstag fühlen dürfen“, waren sie sich einig.

Vorstand und Majestäten kamen zu Besuch

Fahrrad klingelnd und das Brezellied singend, kam selbst der Vorstand samt Brezelmajestäten und ehemaligen Königspaaren auf den Platz geradelt. Natürlich immer den Abstand wahrend, freuten auch sie sich über das Waffelherz und das Hallo und Jubeln von allen Seiten. Brezeldirektor Heiner Schenke begrüßte „das Volk“ und freute sich über eine Waffel, „aber bitte mit einem zusätzlichen Löffel Teig, ganz wie zu Hause“.

Gegen 17 Uhr war der letzte Teig aus der Schüssel gekratzt. Es bleibt zu vermuten, dass sich die ein oder andere Brezelgruppe, ob Pfannkuchenwender, Kanoniere, Brezelpolizei etc., bei einem kühlen Bier getroffen hat, um Erinnerungen auszutauschen und Ideen für das nächste Fest gemeinsam auszuspinnen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt