230 Kilogramm Fleisch auf einem extra für die Veranstaltung angefertigten Grillgestell kam gut an: Die positive Resonanz der Teilnehmer spricht für sich. © Bauernhof Sagel
Veranstaltung

Bauernhof Sagel: Ochse am Spieß ein voller Erfolg

Am Wochenende wagte Landwirt Burkhard Sagel ein besonderes Experiment: Ein Ochse sollte im Ganzen gegrillt werden. Trotz einiger Zwischenfälle gelang alles nach seinen Vorstellungen.

Ein Mann – ein Wort“, dieser Leitsatz gilt am Hof von Landwirt Sagel. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Schon zu Beginn der Wochenendveranstaltung an seinem Hof kam es zu einer mittelschweren Katastrophe: Der Motor des rotierenden Ochsenspießes fiel schon nach einer halben Umdrehung aus. Dabei sollte sich das Tier doch eigentlich 24 Stunden lang über der heißen Glut drehen.

Burkhard Sagel möchte mit seinem Event eine Botschaft aussenden: Wenn ein Tier geschlachtet wird, muss alles verwendet werden – nicht nur das Filet. © Bauernhof Sagel © Bauernhof Sagel

„Dank meines fantastischen Freundeskreises und vieler helfender Hände haben wir das aber nach ein paar Stunden wieder in den Griff bekommen. Die Teilnehmer haben von dem kleinen Zwischenfall fast gar nichts mitbekommen, da sie mit dem Tagesprogramm beschäftigt waren“, erklärte Bauer Sagel.

Letzten Endes wurde der Ochse gar

Neben einem Ausflug zur Kornbrennerei Böckenhoff mit einem Planwagen von Sogemeier gab es außerdem einen Tauziehwettbewerb und viele weitere unterhaltsame Spiele an dem Wochenende. Während des Ausflugs hatte die Mannschaft von Bauer Sagel dann die Gelegenheit, den defekten Motor zu ersetzen, um im Zeitplan zu bleiben. So bekamen die Teilnehmer nichts von dem sich anbahnenden Drama mit und nach ausreichender Garzeit konnte das Rindfleisch verzehrt werden.

„Es hat wirklich perfekt funktioniert. Alles ist gar geworden, wurde super saftig und insgesamt hat es trotz anfänglicher Startschwierigkeiten gut funktioniert. Wir haben die Niederlage zu einem Sieg gemacht“, erklärte der Landwirt. „Außerdem wollte ich den Teilnehmern einen echten Erlebnisfaktor bieten. Das alles war zwar ein sehr großer Aufwand, doch die Resonanz zeigt, dass uns wohl auch das geglückt ist.“

Wiederholung der Veranstaltung nicht ausgeschlossen

„Deswegen haben schon jetzt die ersten gefragt, ob es eine Wiederholung geben wird und sich für die Nachtwache oder andere Aufgaben vormerken lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Veranstaltung wiederholt wird, ist groß, aber wann und ob das im nächsten Jahr der Fall sein wird, ist noch unklar. Ein Spanferkel zum Beispiel ist vielleicht fünf Prozent so viel Arbeit wie ein ganzer Ochse“, erklärt Bauer Sagel. Die Teilnehmer übernachteten auf dem Hof: teilweise im Kuhstall, teilweise in Zelten und Wohnmobilen. Andere wiederum fuhren nach Hause und kamen zum Frühstück wieder.

Das Ergebnis war saftiges und zartes Fleisch – Sogar Fleischstücke, die eigentlich eher unbeliebt im Verzehr sind. © Bauernhof Sagel © Bauernhof Sagel

„Es ist auch einiges übriggeblieben, das muss man schon sagen“, so der Landwirt. „Die Reste haben wir allerdings im Smoker zu Pulled Beef verarbeitet und eingefroren. Nichts von dem Tier wird weggeschmissen oder verschwendet. Verschwendung ist meiner Meinung nach, wenn man nur bereits ist, ein Filet zu essen. Hier wurde wirklich alles und jedes Teil des Tieres verwendet. Wenn man Fleisch verzehrt sollte es auch eine gute Qualität haben und aus einer guten Haltung stammen.“

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