Bau der Kitas in Kirchhellen und Grafenwald verzögert sich weiter

dzKita

Sowohl in Grafenwald als auch in Kirchhellen sollen neue Kindertagesstätten entstehen. Doch beide Projekte laufen nicht so, wie sie ursprünglich geplant waren.

Grafenwald

, 20.10.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Grafenwald fehlen Kita-Plätze für Kinder über drei Jahren. Das ist schon länger bekannt. Eigentlich sollte eine neue Einrichtung an der Martin-Luther-Straße mit der evangelischen Kirche als Träger im Laufe des aktuellen Kita-Jahres ihren Betrieb aufnehmen.

Doch bereits im Juli sprach Ursula Sommer vom Fachbereich Schule und Jugend von fehlenden Rückmeldungen vom Land zur Finanzierung und davon, dass die Verwaltung „langsam etwas ungeduldig“ werde. Im Oktober - über drei Monate später - sieht es nicht besser aus. „Das Antragsverfahren beim LWL läuft, aber dort mahlen die Mühlen anscheinend sehr langsam“, sagt Sommer.

„Wir hängen da ziemlich in der Luft“

Bevor das Verfahren nicht durch sei, könne die Stadt keine weiteren Schritte unternehmen. „Wir hängen da ziemlich in der Luft. Das läuft gerade leider anders, als wir das geplant hatten. Das heißt aber nicht, dass wir das Thema aus den Augen verlieren“, so Ursula Sommer. Ursprünglich war geplant, dass die zwei Großtagespflegen im Ort mit ihren 14 Plätzen aufgegeben werden und dafür an der Martin-Luther-Straße eine neue Kindertagesstätte eingerichtet wird.

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Für neue Plätze soll auch die neue Kita an der Horsthofstraße in Kirchhellen sorgen. Ursprünglich sollte das in Massivbau errichtete Gebäude schon längst fertig sein, doch Probleme bei der Oberflächenentwässerung sorgten für Verzögerungen. Noch im Juli zeigte sich Stephan Patz, Geschäftsführer der für den Bau verantwortlichen städtischen Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBB), optimistisch, dass die Kita im November fertiggestellt sein könnte.

Corona sorgt für Verzögerungen beim Kita-Bau

Doch das wird nicht der Fall sein. „Wir arbeiten kräftig, aber es ist auch noch viel zu tun. Ich hoffe, dass wir im Februar fertig werden“, sagt Patz auf Anfrage der Redaktion. Bald solle mit dem Innenausbau sowie dem Feinschliff begonnen werden. Zudem würde dann auch die Ausschreibung für die Spielgeräte auf dem Außengelände starten. „Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass alles etwas langsamer läuft. Zum Teil schicken die Firmen weniger Leute auf die Baustelle, zum Teil dauern Anträge und so weiter einfach länger“, erklärt der GBB-Geschäftsführer.

Man habe mit dem künftigen Träger, der evangelischen Kirche, gesprochen und gefragt, ob die Not, die Kita zu eröffnen, sehr groß sei. Dann hätte man versucht, wenigstens die obere Etage schon einmal soweit einzurichten, dass die Kinder dort einziehen könnten. „Aber dem Träger war wichtiger, dass alles komplett fertig gemacht wird und die Kinder nicht auf eine Baustelle ziehen“, so Patz. 100 Kinder sollen künftig in der Kita betreut werden.

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