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Drei Festivals in drei Wochen stehen dieses Jahr auf der Schwarzen Heide auf dem Programm. Da muss die Logistik einwandfrei funktionieren – eine Herausforderung für die Veranstalter.

von Kevin Kallenbach

Kirchhellen

, 13.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Für Alexander Schwers ist die Schwarze Heide schon fast ein zweites Zuhause, plant der Veranstalter des Ruhrpott Rodeos doch bereits sein zwölftes Festival dort. Von Routine sei trotzdem keine Spur, sagt der 45-Jährige. „Die Schwarze Heide ist ein Bergschadensgebiet. Der Boden verändert sich von Jahr zu Jahr. Das bedeutet, wir wissen im Vorfeld nie, wo wir die Bühnen im nächsten Jahr hinstellen werden.“

Schwarze Heide bietet ein richtiges Festival-Gefühl

Dennoch verlaufe die Festivalplanung hier immer problemfrei. Einer der Gründe, warum das Ruhrpott-Rodeo zu einem der erfolgreichsten deutschen Punk-Rock-Festivals zählt. Dabei hat alles mit einer ganz simplen Idee von Schwers angefangen: „Ich hatte das Gefühl, dass ein richtiges Open-Air-Festival hier in der Gegend noch fehlt. Und das ich das auch hinkriegen kann.“

An der Schwarzen Heide hat dem gebürtigen Gladbecker gefallen, dass er hier den Punk-Fans das richtige Matsch- und Naturfeeling bieten kann. Denn das gehört einfach zu einem Festival dazu, findet er.

Internationale Headliner

Und der Erfolg gibt ihm recht. Am 5. und 6. Juli tritt hier ein Mix aus internationalen und nationalen Bands auf. Schwers verrät als Headliner schon die schwedische Band Hellercopters und Ska-P („die spanischen Toten Hosen“).

8000 Besucher erwarten die Organisatoren pro Tag. Besonders viele Besucher würden mit den Caravans anreisen, um festival-typisch zu campen. Ungefähr 30 bis 40 Prozent der Gäste reisen, laut Schwers, mit den mobilen Wohnheimen an.

Caravans führen zu Platzproblemen

Deshalb würden auch langsam die Parzellen für Camper knapp werden. 700 Parzellen sind schon vermietet. Weiteren Platz für 100 Stellplätze habe er gerade erst – ebenso wie die anderen Parzellen – von angrenzenden Bauern angemietet. Schließlich möchte er der hohen Nachfrage auch gerecht werden. Enttäuschte Festival-Besucher braucht keiner.

Davon kann der Veranstalter des eine Woche vorher, vom 28. bis zum 30. Juni, stattfindenden HipHop-Festivals Out4Fame, Carlos Wind, ein Lied singen. Auch er begann mit seinen Festivals ursprünglich auf der Schwarzen Heide, wollte aber etwas urbaner werden und seinem Publikum auch mal was Neues bieten. 2017 ging es deshalb in den Revierpark Wischlingen.

Dort gab es aber große Probleme mit Zulieferern und Ton. Die Festivalbesucher waren unzufrieden. Von den damit verbundenen Imageproblemen habe sich das Festival durch eine Rückkehr auf die Schwarze Heide erholen können, so Wind.

Hip-Hop abseits der Klischees

„Wir wollen mit unserem Festival Menschen die Hip Hop-Kultur von einer anderen Seite, abseits der üblichen Klischees, zeigen“, sagt Wind. „Deshalb sind wir froh, dass auch die Gemeinde uns so positiv gegenübersteht.“ Auch das sei in Dortmund ein Problem gewesen.

Auf der Schwarzen Heide gibt es dieses Jahr einen Festival-Marathon

Das HipHop-Festival Out4Fame rechnnet dieses Jahr mit insgesamt 20.000 Besuchern. © Foto Kaminski

Für das Festivalwochenende rechnet man mit insgesamt 6000 bis 8000 Besuchern pro Tag. Die können dann auf zwei Bühnen mit internationalen und deutschen Hip-Hop-Stars, wie Fler oder Jesus von der 187 Strassenbande feiern. Nur mit Caravans rechnet Wind bei seinen Gästen eher weniger.

Drei Festivals und nur eine Bühne

In der Schwarzen Heide sei einfach die Qualität sicher. Man habe ein gutes Team im Hintergrund, das Ton- und Bühnenaufbau gewährleistet, sagt Carlos Wind. Und bei diesem Team handelt es sich um Alexander Schwers‘ Team.

Die Crew des Ruhrpott Rodeos vermietet nämlich Bühnen und Ausrüstung an die anderen Veranstalter. Es muss also nichts großartig groß auf- und abgebaut werden für die aufeinanderfolgenden Festivals. Nur einzelne Teile der Bühne müssen je nach Bedarf der einzelnen Veranstalter ausgetauscht werden.

Elektro-Festival macht die Runde komplett

So wird für das dritte Festival, das Elektro-Festival Affection, ein großes Zelt auf dem Gelände aufgebaut. Das Affection gibt es bereits mehrere Jahre, dieses Jahr ist jedoch das erste Mal, dass es unter freiem Himmel stattfindet. Auf dieses Neuland traut sich das Affection genau auf dem altbewährten Festival-Gelände der Schwarzen Heide. Am 12. und 13. Juli erwarten die Veranstalter 7000 Besucher am Tag.

Der Festival-Marathon auf einem Blick:
  • Den Start macht das Out4Fame-Festival vom 28. bis zum 30. Juni.
    Kartenpreise reichen von 11,82 Euro bis zu 136, 69 Euro. Erhältlich sind sie unter www.out4fame.de/tickets.
  • Danach findet am 5. und 6. Juli das Ruhrpott-Rodeo statt. Tickets gibt es hier ab 95 Euro, erhältlich sind sie unter anderem bei eventim.de
  • Zum Schluss wird das Affection am 12. und 13. Juli die Schwarze Heide aufmischen. Hier gibt es die Karten ab 69,15 Euro, auch bei eventim.de
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