Fallen

Artenschutz: Stadt Bottrop ruft zum Verzicht auf Bremsenfallen auf

Bremsenfallen finden sich auf vielen Pferdewiesen. Die Stadt Bottrop sieht die Nutzung jedoch kritisch und rät aus Artenschutz-Gründen, auf die Fallen zu verzichten.
Die Stadt Bottrop empfiehlt, auf Bremsenfallen zu verzichten oder die Nutzung zumindest zeitlich zu begrenzen. © picture alliance/dpa

Der Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop empfiehlt, Bremsenfallen nicht mehr zu benutzen oder die Nutzung zumindest örtlich und zeitlich zu begrenzen.

Aus Artenschutzgründen hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW im September 2020 dazu bereits eine entsprechende Verordnung erlassen. So dürfen Bremsenfallen nicht innerhalb eines Nationalparks, eines FFH- oder Naturschutzgebiets oder eines gesetzlich geschützten Biotops aufgestellt werden. Außerhalb dieser Gebiete ist der Einsatz auf die Hauptflugzeit der Bremsen (Juni bis Mitte September) zu beschränken.

Pferdedecken mit Zebramuster als Alternative

Die Bremsenfalle ist oft auf Pferdeweiden zu finden und besteht aus einem freischwingenden schwarzen Ball und einem trichterförmigen Netz, welches zu einem Fangbehälter führt. Mit dieser Vorrichtung sollen die Bremsen weggefangen und getötet werden, um Pferde und Menschen vor dem schmerzhaften Biss zu schützen. Sonja Kruscha von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bottrop empfiehlt Pferdehaltern, komplett auf diese Art der Fallen zu verzichten. Pferdedecken mit Zebramuster würden eine geeignete Alternative darstellen.

Das Problematische an den Fallen ist, dass sie laut einer aktuellen Studie nicht nur Bremsen fangen. Das heißt, eine Vielzahl anderer Insekten gerät mit in die Falle. Bei der Studie wurden in den Fangbehältern nur vier Prozent Bremsen vorgefunden. Das bedeutet, 96 Prozent der gefangenen Insekten waren „Beifang“. Darunter befanden sich auch geschützte Arten.

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