Anwohner wehren sich gegen Funkmast am Vossundern - mit Erfolg

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Anwohner hatten die Errichtung eines Funkmastes am Vossundern in Grafenwald kritisiert, die SPD hatte das Thema in die Politik gebracht. Jetzt gab es gute Nachrichten von der Stadt.

Grafenwald

, 12.06.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer legt die Standorte von Funkmasten fest und wie können Bürger Bedenken zu geplanten Masten vorbringen? Mit diesen Fragen hatte sich die Kirchhellener SPD an die Bezirksvertretung Kirchhellen gewand. Insbesondere ging es dem Ortsverein um den geplanten Funkmast an der Straße „Vossundern“ in Grafenwald. Bürger hätten an diesem Standort Kritik geäußert. „Sie führen insbesondere gesundheitliche Bedenken sowie eine schlechte Einpassung in die Landschaft an“, hieß es in dem Anschreiben an Bezikrsbürgermeister Ludger Schnieder.

Mast ist ein genehmigungsfreies Provisorium

Im Vorfeld der Sitzung der Bezirksvertretung Kirchhellen am Dienstag (9. Juni) hatte die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme erklärt, dass der aktuell von der Deutschen Funkturm am Vossundern errichtete Mast ein genehmigungsfreies Provisorium sei. Das Unternehmen habe jedoch vor, diesen durch einen fest installierten Funkmast zu ersetzen. Welcher Standort genutzt werde, werde vom Betreiber in Abstimmung mit dem Mobilfunkanbieter - in diesem Fall der Deutschen Telekom - entschieden.

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Grundsätzlich sei das zulässig, wenn keine öffentlichen Belange dagegen sprächen, die Erschließung gesichert sei und die Maßnahme der öffentlichen Versorgung diene, erklärte das Bauaufsichtsamt in der Stellungnahme. Bereits 2018 habe die Stadt darauf hingewiesen, dass es einen ehemaligen Funkmast-Standort auf dem Dach des Gewerbegebietes Baupart an der Ecke Bottroper Straße/Hegestraße gebe. Die Telekom war gebeten worden, diesen Standort zu überprüfen, habe darauf jedoch nicht geantwortet.

„Das war ein sehr positives Gespräch“

In der Bezirksvertretungssitzung berichtete Tilman Christian vom Umweltplanungsamt dann von einem gemeinsamen Treffen mit Telekom, dem Fachbereich Umwelt und Grün sowie der Bauaufsicht am geplanten Standort. „Das war ein sehr positives Gespräch“, so Christian. Man habe sich darauf geeinigt, zu versuchen, den Pachtvertrag am Vossundern zu kündigen. Die Telekom habe sich gleichzeitig dazu bereit erklärt, die Nutzung des ehemaligen Standortes bei Baupart zu überprüfen.

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Wenig Hoffnung habe er jedoch, dass sich die verschiedenen Mobilfunkanbieter in Zukunft besser untereinander absprechen würden, was die Errichtung und Nutzung von Funkmasten angehe. Wilhelm Stratmann (SPD) zeigte sich ob der Neuigkeiten erfreut. „Mit einer so schnellen Lösung des Problems am Vossundern hätten wir gar nicht gerechnet“, sagte er.

Wie das Bauaufsichtsamt in seiner Vorlage erläuterte, gibt es bereits einen weiteren Antrag auf Errichtung eines Funkmastes an der Mobilfunkstation Schlehenkam (Bischofssundern/Bolzplatz). Vonseiten der zuständigen Fachbereiche gibt es dort keine planungsrechtlichen Bedenken.

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