Anwohner fühlen sich betrogen

FELDHAUSEN Die Feldhausener Anwohner sind sauer und fühlen sich bedroht. Durch die Neubaugebiete westlich der Von-Galen-Straße könnten immense Kosten auf die "Altbürger" zukommen.

von Von Yvonne Dziabel

, 01.07.2008, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kuhberg mit seinen unbefestigten Wegen.

Der Kuhberg mit seinen unbefestigten Wegen.

Aus diesem Grund fand Montagabend ein Treffen mit Immobilienmakler Karsten Helmke statt, von dem sich die Anwohner des Hemmers Pöhlken und des Kuhbergs Klarheit erhofften.

"Wir haben jetzt schon mit den Folgen des bestehenden Neubaugebietes zu kämpfen", meinten sie. Das Verkehrsaufkommen ist um ein Vielfaches gestiegen, was auch die Zahlen einer Messung des Verkehrsamtes der Stadt Bottrop belegen.

Alle 1,5 Sekunden kommt ein Auto

Laut den ermittelten Werten würde alle 1, 5 Sekunden ein Auto auf der einspurigen, nicht befestigten Fahrbahn der beiden Straßen herfahren. "Das Problem ist nicht nur das viel zu hohe Verkehrsaufkommen, sondern vornehmlich auch die Sicherheit. Es gibt keinen Bürgersteig und viele Autos preschen mit viel zu hoher Geschwindigkeit daher, dass nur noch ein Sprung in die Vorgärten hilft", erklärten die Feldhausener.

Sie haben jetzt Angst vor weiteren Neubauten. "Wir wissen, dass Herr Helmke weitere Grundstücke mit dem Ziel der Bebauung gekauft hat", so die Feldhausener. Dabei soll es sich um den Kartoffelacker am Hemmers Pöhlken, den Hof Hemming, eine Fläche am Kuhberg zum Dornbusch und ein Grundstück am Kuhberg zur Dorstener Straße hin, gegenüber dem Friseur Terwellen, sowie ein Platz hinter dem Movie Park handeln.

"Fühlen uns betrogen"

Einige der Grundstücke sind als Bauland ausgeschrieben. Wenn dort gebaut würde, wäre eine neue Kanalisation nötig, die aber erst 1986 erneuert wurde. "Wir haben uns auf das Versprechen von Baudezernent Bernd Tischler verlassen, der in einer Bürgerversammlung 2006 versprochen hat, dass in den nächsten 15 Jahren keine weiteren Neubauten geplant sind. Wir fühlen uns betrogen."

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