Ampel ignorieren ist keine Alternative

Strafe droht

Die Ampel an der Dorstener Straße/Ecke Lohbraucksweg nervt viele Verkehrsteilnehmer, weil sie hier bis zu drei Minuten warten müssen – obwohl die Straße frei ist. Bei Facebook sorgte der Artikel über die rote Ampel für eine Diskussion. Manche Facebook-Nutzer schrieben, dass sie nach minutenlanger Warterei einfach über die rote Ampel fahren. Was passiert, wenn man dabei erwischt wird?

KIRCHHELLEN

, 26.04.2017, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ampel ignorieren ist keine Alternative

An dieser Ampel müssen Autofahrer bis zu drei Minuten warten - obwohl die Straße frei ist.

Peter Beiske von Straßen-NRW sagt auf Anfrage dazu: „Wenn man erwischt wird, muss man mit einem Punkt in Flensburg rechnen.“ Wer über die rote Ampel fährt, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung und begeht somit eine Ordnungswidrigkeit, die laut Bußgeldkatalog 90 Euro kosten kann.

Gefährliche Ecke

Ein Leser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, befährt laut eigener Aussage vier- bis fünfmal täglich die Stelle und wohnt rund einen Kilometer von der Ampel entfernt. „Viele warten und warten ... und fahren dann einfach bei Rot. Das ist so gefährlich.“ Er weist darauf hin, dass die Videokameras bei nebeligem Wetter gar nicht erkennen könne, ob Autos an der Ampel warten. Peter Beiske: „Die Ampel muss auch bei Nebel auf Grün schalten. Angenommen, die Videokamera sieht einen Autofahrer nicht, selbst dann schaltet die Ampel automatisch auf Grün.“

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Ob ein Kreisverkehr nicht die richtige Lösung sei, fragen sich manche Facebook-User. „Generell gilt: Ein Kreisverkehr ist nicht immer besser“, so Beiske. Womöglich stünden Verkehrsteilnehmer bei einem Kreisverkehr noch länger. An der Dorstener Straße/Ecke Lohbraucksweg sei kein Kreisverkehr geplant. „Ein Umbau wäre an dieser Stelle sehr schwierig.“ Peter Beiske rechnet damit, dass die Ergebnisse für die Untersuchung der langen Wartezeiten in der kommenden Woche vorliegen.

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