20 zusätzliche Trau-Termine in Kirchhellen

Einigung

Verliebte Paare, die sich in Kirchhellen das Ja-Wort geben wollen, haben fortan bessere Chancen. Wie Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung bekannt gab, werden in 2017 20 zusätzliche Trauungen, verteilt auf zehn Freitage, möglich sein.

KIRCHHELLEN

, 02.03.2017, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
20 zusätzliche Trau-Termine in Kirchhellen

Paare, die sich in Kirchhellen trauen wollen, haben jetzt bessere Karten.

Ludger Schnieder schilderte in der Sitzung die Problematik der letzten Zeit: Trauungen im Dorf wurden kaum noch vorgenommen. Zwar liegen in Kirchhellen sechs der zwölf Bottroper Trauorte – die Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen, die Weinscheune, das Brauhaus am Ring, der Hof Jünger, das Schloss Beck und der Schmücker Hof – aber Termine kamen dort meist nicht zustande. Nur elfmal wurde nach Angaben der Stadt Bottrop an einem der Kirchhellener Trauorte 2016 ein Paar getraut. 2015 waren es genauso viele. Der Grund: Oft fand sich aufgrund von terminlichen Schwierigkeiten kein Standesbeamter, der die Außentermine am Freitag übernahm.

„Missstand“

Das sei ein „Missstand“ befand Ludger Schnieder. „Wir können stolz darauf sein, dass wir Sonntagmorgen um 8 Uhr im Radio als einzige Stadt im Kreis mit drei Blitzern gemeldet werden, aber wir schaffen es nicht, Trautermine in Kirchhellen hinzubekommen“, sagt er kopfschüttelnd. Ehrenamtliche Standesbeamte, wie die Stadt Dorsten sie einsetzt, „hätte er sofort besorgen können“. Die Stadt Bottrop lehnt diese Lösung aber ab. „Aus Sicht der Verwaltung ist das nicht notwendig und mit viel Aufwand verbunden“, sagte Stadtsprecher Thorsten Albrecht auf Nachfrage. Die Ehrenamtlichen müssten regelmäßig geschult werden und auch die Vor- und die Nachbereitung sei aufwendig. „Wenn jemand das Ehrenamt ablehnt, müssen die Hauptamtlichen es schaffen und den Service liefern, den die Bürger sich wünschen“, macht Schnieder seine Meinung deutlich.

Ohne Vertreter

Im Gespräch unter anderem mit Oberbürgermeister Bernd Tischler und dem Beigeordneten Paul Ketzer handelte Ludger Schnieder nun einen Kompromiss aus: Magnus Thesing, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle und Standesbeamter, wird 20 zusätzliche Trautermine in Kirchhellen anbieten, und zwar ohne Vertreter, der normalerweise zur Verfügung stehen muss.

„Wenn das nicht ausreicht, werden wir noch einmal über die Ehrenamtlichen sprechen“, sagt Ludger Schieder.

Neun Standesbeamte hat die Stadt Bottrop derzeit. Zwei davon sind laut der Stadt aber längerfristig krank geschrieben. Wer einen Termin zur Hochzeit vereinbaren möchte, kann sich im Standesamt melden unter Tel. (02041) 70 32 -62 oder -40 oder -63.

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