Betreuung und Corona

Gebühren für Kitas und Schulen: Entweder gar keine oder viel weniger

Nur für den Januar gibt es bisher für die Kamener Eltern die Zusage, dass sie für die Betreuung nichts zahlen müssen. Die Regelung soll nun bis zu den Sommerferien erweitert werden.
Elke Kappen appelliert in einer Videobotschaft an die Kamener Bürger, sich an die neuen Corona-Regeln zu halten. © Claudia Pott

Keine Gebühren für die eingeschränkte Betreuung in Kindertagesstätten und Grundschulen. Eine Zusage, die bisher nur für den Januar gilt. Diese könnte aber nun um gleich mehrere Monate ausgeweitet werden.

Bürgermeisterin Elke Kappen stellte am Montag in Aussicht, dass die Gebühren gleich bis zu den Sommerferien gestrichen oder verringert werden könnten. „Die Belastungen für Kinder und Eltern in der Corona-Pandemie sind extrem hoch“, sagt sie. Im Januar konnte die Stadt Kamen die Elternbeiträge aussetzen, weil das Land die Hälfte der entgangenen Beitragseinnahmen übernahm.

„Gesamtlösung“ bis zu den Sommerferien angestrebt

Kappen plädiert nicht nur für eine weitere, dringende finanzielle Entlastung der Familien – sie rechnet auch damit, dass sich in dieser Richtung jetzt endlich etwas tut. Das Land NRW strebe offenbar eine Gesamtlösung an, die sowohl den Bereich der Kindertagesbetreuung als auch den Bereich der außerschulischen Betreuungsangebote für den Zeitraum bis zu den Sommerferien umfasse. Für die Bürgermeisterin ist dies ein positives Signal: „Viele Kinder und Familien befinden durch den Lockdown an der Belastungsgrenze. Selbstverständlich ersetzt die finanzielle Entlastung nicht die wichtige und soziale Funktion der Betreuung, aber die Übernahme der Betreuungskosten wäre für sie ein bedeutsames Zeichen, dass ihre Sorgen und Nöte ernstgenommen werden.“

Lesen Sie jetzt