Für die Querdenker und Maskenmuffel findet Christian Larisch klare Worte, sie mögen sich doch ein Q auf den Zeh tätowieren lassen und damit eine Behandlung ablehnen, falls sie an Covid erkranken. © Symbolbild AFP
Pandemie

CKU-Chef Larisch findet deutliche Worte für Querdenker und Maskenmuffel

Wenn Christian Larisch bei einer Sache keinen Spaß versteht, dann bei der vorsätzlichen Missachtung von Schutzmaßnahmen. Das beschert seinen Ärzten nicht nur mehr Arbeit, sondern ist lebensgefährlich.

Die Menschen, die im medizinischen Sektor arbeiten, haben ein Horrorjahr hinter sich. Mitten in diesem Jahr wurde aus dem Evangelischen Krankenhaus und dem Katharinenhospital das Christliche Klinikum Unna, ein gesundheitlicher Großversorger mit 712 Betten. Wenn dessen Chef Christian Larisch (Geschäftsführer Katholischer Hospitalverbund Hellweg) auf das vergangene Jahr zurückschaut, findet er in vielen Dingen einen kleinen positiven Funken.

Christian Larisch – Geschäftsführer Katholischer Hospitalverbund Hellweg © Christoph Schmidt © Christoph Schmidt

„Wir können auf die Entwicklungen in Bezug auf Covid mittlerweile mit einer gewissen Routine reagieren. Es gibt genügend PSA (Persönliche Schutzausrüstung) zu kaufen und wir wollen und können die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.“

Vollbremsung im Jahr 2020

Im vergangenen Jahr habe man in dieser Jahreszeit eine Vollbremsung hingelegt, nur noch Covid-Patienten behandelt. In diesem Jahr ist das anders. „Wir können die Versorgung der Nicht-Covid-Patienten gewährleisten“, betont Larisch.

Es sei deutlich zu spüren, dass die Menschen das Krankenhaus meiden, aus Angst vor Covid. Christian Larisch: „Unsere Hygienemaßnahmen garantieren, dass man sich hier nicht mit Covid anstecken kann. Es ist von großer Bedeutung, dass die Menschen deshalb wichtige medizinische Untersuchungen nicht aufschieben.“ Vor Corona hatte es zu Ostern immer ein Belegungshoch gegeben, davon sei in diesem Jahr nichts zu spüren. Die Angst in der Bevölkerung sei da, das merke man gerade verstärkt in den letzten Wochen. „Wir stellen die Versorgung sicher, wenn Sie behandlungsbedürftig sind, sind Sie bei uns sicher.“ In dieser Hinsicht spricht ein zaghafter aber beständiger Optimismus aus dem Klinik-Chef.

Deutliche Worte für Querdenker

Überhaupt nicht zaghaft, sondern im Gegenteil sehr deutlich wird Larisch, wenn es um Querdenkerdemos und Maskenmuffel geht. „Ich finde das total ungerecht, dass jemand, der sich vehement dagegen sperrt, sich an die Regeln zu halten, sich dann am Ende doch wieder von uns behandeln lässt, wenn er dann erkrankt.“ Ärzte, Pfleger, medizinisches Personal und viele mehr übten sich seit mehr als einem Jahr in Verzicht und die Querdenker gingen einfach so auf eine Demo, also wäre nichts gewesen. „Die sollen sich doch ein Q auf den großen Zeh tätowieren lassen und festlegen, dass sie dann nicht behandelt werden möchten, wenn sie erkranken.“

Über den Autor
1982 in Dortmund geboren. Abi in Holzwickede, Journalistik-Studium wieder in Dortmund. Seit 2013 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Freut sich über die spannende Herausforderung, den Wandel eines Traditionsverlags hin zu einem modernen, familiengeführten Multimedia-Unternehmen zu begleiten.
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