Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Holzwickede werden gemeinsam mit der Polizei am Samstag wieder neuralgische Stellen für Corona-Verstöße in den Blick nehmen. © Udo Hennes
Kontrollen am Feiertag

Corona-Kontrollen: Ordnungsamt verrät, wo es am 1. Mai verstärkt unterwegs sein wird

Der 1. Mai steht an: Das Ordnungsamt weiß, wo sich Holzwickeder zuletzt gerne unerlaubt in größeren Gruppen aufgehalten haben – und wo daher am Samstag verstärkt kontrolliert wird.

In Holzwickede hat die Gemeindeverwaltung nach den Feiertagen in der gesamten Zeit der Pandemie bisher immer ein positives Fazit gezogen. Während im Lockdown immer wieder über Ereignisse aus anderen Kommunen wie zum Beispiel große Hochzeitsfeiern und teils kuriose Saufgelage berichtet worden ist, so ist es in der recht kleinen Kommune Holzwickede in den vergangenen Monaten stets verhältnismäßig ruhig gewesen.

„Die Situation ist weiterhin so, dass sich an die geltenden Regeln insgesamt gehalten wird“, sagt Vize-Ordnungsamtschef Torsten Doennges, erneuert damit den Eindruck, den Chefin Stefanie Heinrich bereits in ihrem Fazit für das Jahr 2020 formuliert hat.

Süden der Gemeinde lockt größere Gruppen an

Nun steht der 1. Mai an. Und damit wird auch die Ordnungspartnerschaft von Polizei und Ordnungsamt wieder auf den Plan gerufen, die auf dem Gemeindegebiet wie zuletzt an jedem Feiertag verstärkt unterwegs sein wird.

In Holzwickede, so erläutert Doennges, scheint in letzter Zeit vor allem der Süden der Gemeinde für viele Menschen einladend, um gegen die in der Bundes-Notbremse festgelegten Kontaktbeschränkungen zu verstoßen. Größere Menschengruppen glaubten, dass man sich vor allem an den abgelegeneren Orten rund um Hengsen und Opherdicke vermeintlich ungestört aufhalten kann. „Dort, wo es ziemlich weitläufig ist“, sagt Doennges.

Wenn sie denn mal jemanden bei einem Corona-Verstoß erwischten, dann sei die breite Mehrheit der Menschen einsichtig, in Ausnahmefällen komme es aber durchaus noch zu mitunter unangenehmen Diskussionen.

Ein Verstoß gegen die Kontaktbeschränkung kostet 250 Euro

Doennges hat dafür aus Sicht des Ordnungsamtes nur wenig Verständnis. Die Regeln der Kontaktbeschränkung sind in der Verordnung sehr strikt formuliert, lassen der Behörde wenig Handlungsspielraum. Ein Haushalt und eine weitere Person dürfen gemeinsam unterwegs sein. Wer sich daran nicht hält, riskiert ein 250 Euro teures Bußgeld.

Wer in einem Haushalt wohnt, lässt sich immerhin leicht nachvollziehen. Ein Blick auf den Personalausweis genügt, und die Daten können einfach abgeglichen werden: „Blöd wird es immer dann, wenn die Leute versuchen, Erklärungen zu finden. Da gibt es aber wenig bis gar keinen Verhandlungsspielraum“, sagt Doennges. Wer die gleiche Anschrift hat, zählt als ein Haushalt. Wer sich nicht an die geltenden Regeln hält, der wird sanktioniert – auch an einem Feiertag.

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Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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