Fast alle Gräber auf dem Ascheberger Friedhof werden von den Angehörigen angemessen gepflegt. Passiert dies nicht, schreitet die Gemeinde ein. © Claudia Hurek
Vernachlässigtes Grab

Zugewuchert, wackelnder Grabstein: Gemeinde Ascheberg sucht Grab-Verantwortliche

Ein Grab auf dem Ascheberger Friedhof wurde von den Angehörigen wohl vergessen. Der Grabstein wackelt, die Stelle ist zugewuchert. Meldet sich niemand, droht die Beseitigung der Ruhestätte.

Auf dem Friedhof Ascheberg ist eine Grabstätte offensichtlich so vernachlässigt worden, dass die Gemeinde öffentlich nach dem Nutzungsberechtigten sucht. Dieser ist der Gemeinde Ascheberg nämlich nicht bekannt, wie aus dem Amtsblatt vom 19. Dezember 2020 hervorgeht.

Es handelt sich um das Grab mit der Stelle 44/45 auf dem Wahlgrabfeld 11. Bis zum 31. Januar habe die für die Pflege zuständige Person noch Zeit, sich bei der Gemeindeverwaltung zu melden.

Dem Grab droht die Beseitigung

Geschieht dies nicht, sieht die Friedhofssatzung der Gemeinde Ascheberg vor „die Grabstätte abzuräumen, einzuebnen und einsäen zu lassen und Grabmale und sonstige bauliche Anlagen beseitigen zu lassen.“

Wie Pressesprecherin Simone Böhnisch erklärt, sei der Nutzungsberechtigte dieses Grabes mittlerweile ebenso verstorben. Die Kinder des Nutzungsberechtigten, also der Person mit der vertraglichen Verantwortung für die Pflege des Grabes, konnten laut Böhnisch nicht ermittelt werden, da diese nicht mehr in Ascheberg wohnen. „Deshalb haben wir uns entschlossen, den Schritt über die öffentliche Bekanntmachung zu gehen.“

Dass Angehörige Gräber verkommen lassen, sei in der Gemeinde Ascheberg bisher noch nicht so oft vorgekommen. Dies könne aber immer wieder passieren, weil Angehörige wegziehen und nicht mehr zu ermitteln seien, so Böhnisch.

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