Alternative zum Restaurantbesuch: Beim Wohnmobil-Dinner, wie hier in Wolfsburg, werden die Speisen bis an den eigenen Camper geliefert. Auch das Gasthaus Eickholt in Davensberg macht mit. © picture alliance/dpa
Wohnmobil-Dinner in Corona-Krise

Wenn die Küche im Camper kalt bleibt: Gasthaus Eickholt bietet Wohnmobil-Dinner an

Essen gehen im Lockdown: Beim Wohnmobil-Dinner werden die Gäste am Tisch bedient. Und zwar im eigenen Wohnmobil. Das Gasthaus Eickholt in Davensberg macht bei der Aktion, die es vielerorts gibt, mit.

Auf einen Restaurantbesuch muss man während des Lockdowns verzichten. Noch bis mindestens zum 10. Januar 2021 sind Restaurants und Kneipen geschlossen. Viele Gastronome bieten deshalb einen Verkauf ihrer Speisen außer Haus an. Eine weitere Alternative zum klassischen Restaurantbesuch ist das Wohnmobil-Dinner.

Es kommt schon sehr nahe an das typische essen gehen heran. Denn hier ist eine Bedienung inklusive. Aber eben nicht im Restaurant, sondern im eigenen Wohnmobil. Auch das Gasthaus Eickholt in Davensberg macht bei der Aktion mit, an der bereits mehr als 400 Restaurants teilnehmen.

Wohnmobil-Dinner in Davensberg haben schon einige Gäste ausprobiert

Seit gut zwei Wochen bietet das Team Wohnmobil-Dinner an, erzählt Ulrike Schütte, die gemeinsam mit ihrem Mann Franz-Josef das Gasthaus betreibt. Seitdem haben es etwa 30 Gäste ausprobiert. Nach Weihnachten und vor dem Jahreswechsel habe es allerdings noch keine Reservierungen gegeben. Das ist aber auch nicht nötig.

Man könne einfach mit dem Wohnmobil zu den geltenden Öffnungszeiten (freitags bis sonntags, 16.30 Uhr bis 20 Uhr) für die Außer-Haus-Speisen vorbei kommen und seine Gerichte bestellen. „Wenn wir ein Wohnmobil sehen, dann kommen wir raus und bedienen“, sagt Schütte. Der typische Service ist nämlich beim Wohnmobil-Dinner unter Einhaltung der Hygieneregeln inklusive.

Die Bestellung wird an der Tür des Wohnmobils, das nicht von den Servicekräften betreten wird, aufgenommen. Das zubereitete Essen wird dann zum Wohnmobil gebracht, um es auch dort am Tisch zu verzehren. Es ist also gleichzusetzen mit dem derzeit erlaubten Verkauf von Speisen zum Mitnehmen.

„Geld verdienen kann man damit nicht“

Die meisten der bisherigen Kunden hätten vor allem Speisen aus der aktuellen „Außer-Haus-Karte“ bestellt. Das Drei-Gänge-Menü für Camper (38,50 Euro pro Person) sei hingegen seltener angefragt worden. Durch Gespräche mit Bekannten sei man auf das Wohnmobil-Dinner aufmerksam geworden. „Man bleibt im Gespräch. Die Gäste finden das cool“, sagt Ulrike Schütte. Aber: „Geld verdienen kann man damit nicht. Umsatz und Aufwand stehen da in keinem Verhältnis.“ Es sei kein Vergleich zu dem normalen Restaurantbetrieb.

Ulrike Schütte vom Gasthaus Eickholt, hier auf einem Archivbild, bietet mit ihrem Team das Wohnmobil-Dinner in Davensberg an.
Ulrike Schütte vom Gasthaus Eickholt, hier auf einem Archivbild, bietet mit ihrem Team das Wohnmobil-Dinner in Davensberg an. © Tina Nitsche (A) © Tina Nitsche (A)

Viele Wohnmobilisten hätten ihre Fahrzeuge längst winterfest gemacht, einige wenige sind mal unterwegs. Einige von ihnen finden dann auch den Weg nach Davensberg zum Gasthaus Eickholt, um dort ein Dinner im eigenen Camper zu genießen.

Seit mehr als zehn Jahren gibt es am Gasthaus Stellplätze für Wohnmobile und -wagen mit Strom- und Wasseranschluss. Immer wieder nutzen Urlauber diese auf ihrer Durchreise. Abends gehen sie dann gerne im Gasthaus essen. Jetzt werden die Speisen stattdessen im eigenen Camper serviert.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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